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![]() | IHK-Zeitschrift 05/12 |
10.01.2012 |
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Spenden statt Geschenke |
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Die niederbayerischen Unternehmen übernehmen in vielfältiger Weise gesellschaftliche Verantwortung und engagieren sich. Sie fühlen sich ihrem Standort verbunden und ermöglichen Projekte im sozialen, kulturellen, sportlichen oder im Umweltbereich. Besonders deutlich wurde dies erneut anlässlich des zurückliegenden Weihnachtsfestes, bei dem viele Betriebe statt der üblichen Weihnachtsgeschenke an Geschäftspartner und Kunden mit ihren Spenden soziale Einrichtungen unterstützt haben. "Für die heimische Wirtschaft ist soziale Verantwortung seit vielen Jahren ein wichtiges Anliegen", betont IHK-Hauptgeschäftsführer Walter Keilbart. So habe eine Studie der IHK Niederbayern mit dem renommierten Max-Planck-Institut für Ökonomie in Jena zum Stellenwert der "Corporate Social Responsibility" (CSR) für die Unternehmen in Niederbayern belegt, dass sich fast 90 Prozent der Betriebe im regionalen Umfeld engagierten. "Gerade die vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen bringen sich ganz selbstverständlich in ihrem Umfeld ein - auch ohne groß damit an die Öffentlichkeit zu gehen", erklärt Keilbart. Tatsächlich könnten viele soziale Einrichtungen ohne die Unterstützung seitens der Wirtschaft nicht existieren. Pläne der EU-Kommission kritisch gesehenKritisch betrachtet Keilbart in diesem Zusammenhang allerdings die aktuellen Überlegungen der EU-Kommission, dieses freiwillige Engagement durch die Einführung neuer bürokratischer Regulierungen zu gefährden. Kontraproduktiv sei insbesondere der Vorschlag der EU-Kommission, Unternehmen zu einer Berichterstattung über ihr gesellschaftliches Engagement zu verpflichten. Die Unternehmen engagierten sich freiwillig auf unterschiedlichsten Gebieten, folglich sollte es ihnen auch überlassen werden, selbst über die Art und Weise der Kommunikation dieser Maßnahmen zu befinden. Auch der geplante Verhaltenskodex für CSR-Projekte sei nicht zielführend, da es deutliche Unterschiede in der Ausrichtung, Zielsetzung und dem Charakter der freiwilligen Selbstverpflichtungen gebe. Wenig hält Keilbart auch von den Absichten der EU-Kommission, soziale und ökologische Erwägungen in den EU-Vergaberichtlinien zu berücksichtigen. Ziel der öffentlichen Auftragsvergabe sei es, Qualität und Preis der Leistung vergleichbar zu machen. Sie dürfe nicht als Vehikel dafür missbraucht werden, um Ziele aus anderen Politikfeldern durchzusetzen. "Alle diese gut gemeinten Ansätze bedrohen durch Verwaltungskosten und Mehraufwand eine langjährige gelebte Kultur des freiwilligen unternehmerischen Engagements", befürchtet Keilbart. "Hier droht eine Bürokratisierung von CSR, die dem praxisorientierten Ansatz der regionalen Wirtschaft widerspricht, die sich am Leitbild des ehrbaren Kaufmanns orientiert und für die gesellschaftliche Verantwortung zum unternehmerischen Selbstverständnis gehört." (Foto: Konstantin Gastmann/Pixelio) |
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