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Weiterbildungs- programm

IHK-Zeitschrift 08_09/10

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Prüfungsbeste Landshut

28 der 191 niederbayerischen Prüfungsbesten kommen aus Stadt und Landkreis Landshut - unter ihnen auch sechs Landesbeste. In den Porträts auf dieser Seite können Sie einige von ihnen kennenlernen. Eine Auflistung aller Prüfungsbesten aus dem Bezirk Landshut finden Sie unten auf dieser Seite.

Dass Freizeit geopfert wird, muss vorher klar sein

Nicole Kretschmann (Hotelfachfrau: Lindner Hotels Kaiserhof, Landshut)

Nicole Kretschmann (Hotelfachfrau: Lindner Hotels Kaiserhof, Landshut)

Erst hat Nicole Kretschmann ihre dreijährige Ausbildung zur Restaurantfachfrau absolviert, um sich nun in einem weiteren Jahr noch zur Hotelfachfrau ausbilden zu lassen. Heute macht sie schon wieder weiter und besucht die Hotelfachschule in Bad Wörishofen.

Warum wählt sie diesen mit hohen Hürden verbundenen Weg? Fragt man sie das, so schießt die Antwort förmlich heraus: "Weil das klare Ziel lautet, einmal im Hotelmanagement tätig zu sein!" Nicole Kretschmann schätzt an ihrer gastronomischen Tätigkeit den hohen Abwechslungsreichtum und die vielen Facetten - vom Service über Housekeeping bis hin zu kaufmännischen Fragen. Dafür Freizeit zu opfern, müsse jedem neuen Azubi vorher klar sein. Doch Kretschmann steht hinter ihrer Profession und wenn sie von "Leib und Seele" spricht, merkt man, dass es ihr wirklich ernst ist.

Für Peter Breitenfelner, Hoteldirektor des Lindner Hotels Kaiserhof in Landshut, ist eine zwingende Voraussetzung, um Auszubildende zu fördern, diese früh mit Verantwortung zu konfrontieren. Wird dies mit einer kontinuierlichen Resonanz durch den Ausbilder ergänzt, biete das breite Spektrum der Ausbildung viele Möglichkeiten. Wenn am Ende der Weg durch eine IHK-Auszeichnung noch honoriert wird, hat sich der Weg doch gelohnt, sagt Nicole Kretschmann lachend.

Führungspotenzial in der Systemgastronomie

Monika Märkl (Fachfrau für Systemgastronomie: Rampf Gastro, Landshut)

Monika Märkl (Fachfrau für Systemgastronomie: Rampf Gastro, Landshut)

Als Prüfungsbeste Fachfrau für Systemgastronomie konnte Monika Märkl ihre Ausbildung bei der Rampf Gastro GmbH abschließen, einem Franchisenehmer von McDonald's. Nach dem Abitur hatte sich Märkl bewusst für eine Ausbildung entschieden: "Ich wollte auf eigenen Füßen stehen."

Diese Möglichkeit eröffnete ihr Geschäftsführerin Astrid Rampf gerne: "Sie hat schon sehr früh gezeigt, dass sie Führungspotenzial hat", erinnert sich Rampf an ihre ehemalige Auszubildende. Dank einer intensiven und persönlichen Betreuung im Betrieb konnte sich dieses Potenzial voll entfalten. Leistungswettbewerbe wie die Niederbayerischen Meisterschaften für Systemgastronomie, bei denen Märkl den ersten Platz belegte, waren für sie ein zusätzlicher Ansporn, "aber ich hatte auch super Lehrer in der Berufsschule".

Nach dem Abschluss der Ausbildung möchte Märkl in ihrem Ausbildungsbetrieb weiterarbeiten. Hier stehen ihr alle Wege für eine Fortbildung offen, und dass sie im kommenden Jahr berufsbegleitend den Fachwirt angehen wird, ist bereits beschlossene Sache. Mit dem Betriebswirt eröffnet sich eine weitere Perspektive. Und Astrid Rampf ist froh, dass sie ihre Mitarbeiterin behalten kann:"Wenn man so einen Auszubildenden hat, dann ist man selbst motiviert - da kommt auch was zurück."

Sein eindeutiges Ziel lautet: Bauingenieur

Martin Fußeder (Bauzeichner: Staatliches Bauamt, Landshut)

Martin Fußeder (Bauzeichner: Staatliches Bauamt, Landshut)

Mit 93 Punkten ist er der beste Bauzeichner Bayerns 2009 - sein Name lautet: Martin Fußeder. Gelernt hat Fußeder beim Staatlichen Bauamt Landshut und der Fachbereichsleiter Straßenbau, Gilbert Peiker, erinnert sich noch heute sehr positiv an seinen ehemaligen Schützling: "Martin ist vor allem durch klare Zielvorstellungen aufgefallen."

Um dieses Ziel - nämlich einmal als Bauingenieur tätig zu sein - erreichen zu können, war für Fußeder die Ausbildung zum Bauzeichner ein wesentlicher Baustein. Der heutige Berufsoberschüler schätzt in diesem Zusammenhang bis heute vor allem die breite Ausrichtung der Berufsausbildung am Bauamt: Der Blick hinein in die Bereiche Wasserwirtschaft oder Hochbau seien eher unüblich, aber rückblickend hätten sich zwischen den einzelnen Fachbereichen eben viele inhaltliche Parallelen ergeben, so Fußeder.

Für Gilbert Peiker ist die berufliche Ausbildung folglich auch eine gute Voraussetzung, um später einmal als Führungskraft tätig zu sein. Und die möchte Martin Fußeder gerne einmal sein - nämlich als Bauingenieur.