
Klare Ziele und der richtige Weg
Franziska Irmer, Physiklaborantin; Ausbildungsbetrieb: Schott, Landshut
Frauen und Technik? Hört sich nach Machospruch an, hat Franziska Irmer aber sicher nicht nur einmal zu hören bekommen. Deshalb sagt sie auch heute: "Lasst euch von anderen Leuten in eure Zukunftspläne nicht reinreden, wenn Ihr Euch dabei sicher seid!" Gerade, wenn man wie Franziska Irmer Abitur gemacht und sich für die Ausbildung als Physiklaborantin bewusst entschieden hat. Es war der richtige Weg: Denn jetzt wurde sie von Bundespräsident Köhler als Bundesbeste ihres Ausbildungsberufs ausgezeichnet und aktuell hat sie ein Duales Studium der Physikalischen Technik an der Hochschule München aufgenommen.
Ihre ehemalige Ausbilderin, Claudia Zimmerer von Schott in Landshut, sieht durch die Auszeichnung auch das bestehende, fundierte Ausbildungssystem des Unternehmens bestätigt. Ein Wunsch ist für den Ausbildungsbetrieb allerdings unerfüllt: Die Inhalte der Berufsschule seien noch besser an die betrieblichen Anforderungen anzupassen. Gerade wegen der Auszeichnung zur Bundesbesten - Verbesserungspotential gibt es also immer. Für Franziska Irmer besteht zumindest als Physiklaborantin kein Anlass hierfür!
Bild: Franziska Irmer (links) und Martina Weger (rechts) sind als bundesbeste Physiklaborantin beziehungsweise bundesbeste Modellbaumechanikerin in Berlin ausgezeichnet worden
Mit Begeisterung zur Prüfungsbesten
Martina Weger, Modellbaumechanikerin; Ausbildungsbetrieb: Dräxlmaier, Vilsbiburg
Martina Weger kann den bundesweit besten Abschluss als Modellbaumechanikerin vorweisen. Dass sie im technischen Bereich arbeiten möchte, stand für sie nie außer Frage: "Das habe ich von meinem Vater übernommen." Ein Praktikum bei Dräxlmaier in Vilsbiburg hatte ihr gezeigt, dass der Beruf des Modellbaumechanikers das Richtige für sie ist. "Ein bisschen Ehrgeiz muss man aber schon an den Tag legen", sagt sie, wenn man als Bester abschließen möchte.
Eine wichtige Motivation war für sie dabei ihr Ausbilder Martin Huber: "Der ist selbst so begeistert von seiner Arbeit, das hat sich auf jeden übertragen." Nach der Ausbildung besucht Martina Weger nun die Berufsoberschule, um ihr Abitur nachzumachen - ihr Ziel ist ein Studium in Richtung Maschinenbau. "Wie Frau Weger das macht, das ist für mich der ideale Weg für eine spätere Führungskraft im technischen Bereich", sagt dazu Martin Huber.
Er erinnert sich an Weger als eine besonders engagierte Auszubildende, betont aber auch das allgemein hohe Niveau der Ausbildung bei Dräxlmaier. "Das Unternehmen nimmt dafür richtig Geld in die Hand." So habe man beispielsweise vor vier Jahren eine eigene Lehrwerkstatt eingerichtet, die seitdem laufend modernisiert wird, um eine Ausbildung auf dem aktuellen Stand der Technik zu gewährleisten. Diese Investition in die Zukunft lohne sich, meint Huber, das beweise nicht zuletzt eine Übernahmequote der Auszubildenden von über 90 Prozent.













