Aktuelles

31.03.2017

Beruflicher Kompetenzcheck für Flüchtlinge

Auftakt für Niederbayern zum Projekt "check.work"

IHK-Hauptgeschäftsführer Walter Keilbart (stehend) gab mit IHK-Integrationsberaterin Veronika Nagler (rechts) den Startschuss für "check.work" in Niederbayern

Bei einem Termin am vergangenen Montag in der IHK in Passau wurde der Startschuss für das Projekt "check.work" in Niederbayern gegeben. check.work ist eine Online-Anwendung, mit der die Kompetenzen von Flüchtlingen für den deutschen Arbeitsmarkt erhoben werden können. "Die jungen Leute, die hier arbeiten wollen, müssen ein realistisches Bild ihrer Fähigkeiten bekommen. Umgekehrt brauchen die Betriebe etwas an die Hand, damit sie Bewerber und Interessenten einschätzen können", sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Walter Keilbart bei dem Termin, zu dem auch Vertreter der Berufsschulen und der Agentur für Arbeit und des Jobcenters gekommen waren.

Mit check.work sollen die beruflichen Fähigkeiten der Flüchtlinge sichtbar und vor allem auch fassbar werden. Dabei unterscheidet der Test zwischen Bewerbern mit und ohne Berufserfahrung. Mittels bebilderter Fragebögen können die Flüchtlinge am Bildschirm ihre berufsbezogenen Kompetenzen und Potenziale ermitteln sowie ihre bisherigen Erfahrungen dokumentieren. Begleitet werden sie dabei von Lehrkräften und Betreuern. Das Ergebnis ist ein Protokoll unter anderem mit Vorschlägen für bestimmte Tätigkeiten und Berufe.

Bei der Auftaktveranstaltung in Passau wurde der Online-Kompetenzcheck mit einer Gruppe aus der Berufsintegrationsklasse der Berufsschule 1 in Passau ausprobiert. Diese Berufsintegrationsklassen, die an vielen Berufsschulen in Niederbayern eingerichtet sind, sind eine wichtige Zielgruppe für check.work. Schulen, Bildungseinrichtungen oder andere Institutionen können den Kompetenzcheck über die IHK kostenlos nutzen.

check.work ist in Zusammenarbeit der Industrie- und Handelskammern in Bayern entstanden. Gefördert wird das Projekt vom Bayerischen Wirtschaftsministerium.