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Wege und Netze

Wege und Netze

Die Lage an der Nahtstelle zwischen dem westlichen, hoch entwickelten Teil Europas und den wachstumsträchtigen Ländern Zentraleuropas ist ein entscheidender Standortvorteil für Niederbayern. Um diesen Vorteil optimal ausnutzen zu können, bedarf es jedoch einer verbesserten Leistungsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur. Der Ausbau und die Optimierung der Verkehrswege sind daher zentrale Anliegen der niederbayerischen Wirtschaft. Alle Wege und Netze müssen verknüpft werden, damit ein leistungsfähiges Verkehrsnetz entsteht.

Klicken Sie die unterschiedlichen Bereiche an und erfahren Sie, wie es ist - und wie es sein sollte. 

Straße als Rückgrat der Verkehrswege

Die Straße als Rückgrat der Verkehrswege

Derzeit verteilt sich der Güterverkehr zu etwa 70 Prozent auf die Straße, zu 17 Prozent auf die Schiene und zu rund zehn Prozent auf das Binnenschiff. Für die Zukunft ist ein steigendes Verkehrsaufkommen ebenso vorprogrammiert, wie ein noch höherer Anteil der Straße an diesem Verkehrsmix. Das Straßenverkehrsnetz muss saniert und ausgebaut werden, um für diese Herausforderung gewappnet zu sein.

Für Niederbayern haben folgende Straßenbauprojekte Priorität:

A3 - Ausbau der West-Ost-Magistrale

Die Autobahn trägt die Hauptlast des Verkehrs Richtung Osteuropa und stößt bereits heute an ihre Kapazitätsgrenzen. Angesichts der bekannt langen Planungs- und Realisierungszeiten ist es dringend erforderlich, den sechsstreifigen Ausbau als vordringliches Projekt in den Bundesverkehrswegeplan einzustellen.

A94 - Dringende Fertigstellung

Die A94 stellt die wichtigste Verbindung des südlichen IHK-Bezirks sowie des Chemiedreiecks nach München und das internationale Autobahnnetz dar. Ein durchgehender Ausbau ab der Anschlussstelle A3 ist daher dringend notwendig.

Ausbau der B 12, B 15 neu, B 20 und B 85

Der Ausbau dieser Bundesstraßen geht zusammen mit einer Verbesserung der Zuläufe zu den Grenzübergängen. Die Wirtschaftsbeziehungen zu Tschechien und den weiteren Länder Mittel- und Osteuropas werden enger und intensiver. Die Bundes- und Fernstraßen, auf denen der grenzüberschreitende Verkehr rollt, müssen ausgebaut werden, um das wachsende Verkehrsaufkommen zu bewältigen und den regionalen Wirtschaftsverkehr sicherzustellen.

Güter und Personen auf der Schiene

Güter und Personen auf der Schiene

Güter und Personen auf der Schiene (Foto: Rainer Sturm/Pixelio)

Eine weitere Stärkung der Bahn im Zusammenspiel der Verkehrsträger ist sinnvoll und notwendig. Allerdings müssen die Möglichkeiten für eine Kapazitätssteigerung im Schienenverkehr realistisch gesehen werden.

Wichtige Schienenprojekte für Niederbayern:

Verbindung Nürnberg - Passau - Linz - Wien

Zwar wurde diese wichtige Strecke durch zusätzliche ICE-Verbindungen aufgewertet; um sie mittel- und langfristig zu sichern, ist aber dringend eine Ertüchtigung und die Beseitigung von Langsamfahrstrecken erforderlich.

Schienenanbindung zum Flughafen München

Die Fernbahnanbindung an den Flughafen, wie sie mit der Marzlinger Spange realisiert werden könnte, muss das langfristige Ziel bleiben. Um jedoch rasch einen Schritt vorwärts zu kommen, sollte eine Anbindung über die so genannte Neufahrner Kurve erfolgen.

Zweigleisiger Ausbau der Strecke Plattling - Landshut

Die größten Verzögerungen auf einer Bahnfahrt nach München entstehen aktuell durch die Wartenzeiten auf dieser eingleisigen Strecke. Insgesamt hat sich die Fahrzeit nach München über die Jahre hinweg beständig verlängert. Eine Beschleunigung ist daher längst überfällig.

(Foto: Rainer Sturm/Pixelio)

Kapazitäten auf der Wasserstraße

Kapazitäten auf der Wasserstraße

Die Donau bietet als Wasserstraße noch Kapazitäten. Das Raumordnungsverfahren der Regierung von Niederbayern zum Ausbau der Donau hat ausschließlich die Ausbauvariante C 280 als raumverträglich beurteilt. Die Europäische Union hat im November 2008 einen Zuwendungsbescheid über eine 50-prozentige Co-Finanzierung zu den so genannten variantenunabhängigen Untersuchungen erteilt. Diese Untersuchungen schaffen durch eine Gewichtung von ökologischen und ökonomischen Belangen eine verlässliche Grundlage für notwendige Entscheidungen. Die Wirtschaft fordert dringend, die Ergebnisse dieser Untersuchungen abzuwarten.

Geschäftsreiseverkehr per Flugzeug

Geschäftsreiseverkehr per Flugzeug

Geschäftsreiseverkehr per Flugzeug (Foto: Ulla Trampert/Pixelio)

Der gewerbliche Geschäftsreiseverkehr mit Kleinflugzeugen gewinnt ständig an Bedeutung. Die Erfüllung internationaler Standards zur Sicherung des Flugbetriebes ist die Grundvoraussetzung dafür, dass diesem Trend in Niederbayern Rechnung getragen werden kann. Während die regionalen Verkehrslandeplätze in Niederbayern mit Vilshofen, Eggenfelden und Straubing bereits entsprechend ausgestattet sind, ist der notwendige Ausbau des Verkehrslandeplatzes Landshut bisher - nicht zuletzt wegen eines ablehnenden Bürgerbegehrens - nicht realisiert worden.

(Foto: Ulla Trampert/Pixelio)

Breitbandanbindung für die "Datenautobahn"

Breitbandanbindung für die "Datenautobahn"

Breitbandanbindung für die Datenautobahn

Die Verfügbarkeit von breitbandigen Internetverbindungen entscheidet bereits heute über die Zukunftsfähigkeit von Standorten und Gewerbegebiete in Niederbayern. Die bayerischen Industrie- und Handelskammern tragen gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie und dem Bayerischen Städte- und Gemeindetag die „Breitbandinitiative Bayern“.

Die Kommunen und Landkreise engagieren sich stark um – auch unter Nutzung der bereitgestellten Fördermittel – eine flächendeckende Grundversorgung herzustellen. Die Breitbandanbindung wird allerdings Daueraufgabe bleiben, denn durch die laufende Weiterentwicklung von Technologien und Anwendungen sind permanent Anpassungen erforderlich.

ÖPNV - Mobilität in der Region

ÖPNV - Mobilität in der Region

ÖPNV - Mobilität in der Region

Bus, Taxi- oder Mietwagenunternehmen leisten im Rahmen des Öffentlichen Personennahverkehrs einen wesentlichen und unverzichtbaren Beitrag zur Mobilität der Menschen in der Region. Die Betriebe des privaten Omnibusgewerbes führen vielfach eigenwirtschaftliche Verkehre durch.

Wo eine Eigenwirtschaftlichkeit nicht erreicht werden kann, müssen im Interesse eines ausreichenden ÖPNV-Angebots in der Fläche entsprechende staatliche Zuschüsse gewährt werden.