Konjunktur

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Branchenergebnisse

Der Konjunkturbericht gliedert sich in unterschiedliche Branchen - ein Klick auf eine Branche zeigt Ihnen die Einzelergebnisse. Zum Vergrößern der Diagramme klicken Sie bitte einfach auf die Bilder.

Industrie

Lage und Erwartungen: Industrie

Entsprechend der Entwicklung in Niederbayern startet die Industrie erfreulich ins neue Jahr und übertrifft das bereits hohe Niveau aus der Vergangenheit. Über die Hälfte schätzt die aktuelle Lage als gut ein, nur fünf Prozent beurteilen diese als schlecht, was den entsprechenden Saldo über die 50-Punkte-Marke zieht. Wachstumsimpulse aus Nordamerika, Asien und der Eurozone beflügeln die Auslandsnachfrage und auch die heimische Wirtschaft bleibt eine wichtige Stütze. Die gestiegenen Auftragseingänge der letzten Monate reduzieren den Bestand an Fertigwaren auf ein unterdurchschnittliches Niveau. Fast alle Betriebe sind voll oder befriedigend ausgelastet.

Dank erfreulicher Exporterwartungen ist jeder Dritte optimistisch gestimmt und damit deutlich mehr als zuletzt. 60 Prozent rechnen mit einer unveränderten Entwicklung und nur jeder Zehnte mit einer Verschlechterung, sodass die Kapazitätsauslastung weiter zulegen wird. Der Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise wird in energieintensiven Branchen stark zu Buche schlagen, was eine Erhöhung der Preise zur Folge hat. Zwar haben die Beschäftigungspläne etwas an Kraft verloren, jedoch weist der positive Saldo auf ein weiteres Wachstum hin. Obwohl jeder Dritte zukünftig mehr investieren
möchte, fällt die Dynamik etwas schlechter aus als noch im Herbst.

Lage und Erwartungen: Industrie

Einzelhandel

Lage und Erwartungen: Einzelhandel

Im Gegensatz zum gesamtwirtschaftlichen Aufwärtstrend hat sich die Stimmung unter den Einzelhändlern verschlechtert. Allerdings darf der Rückgang des Klimaindikators auf 117 Punkte nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Branche weiterhin auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau bewegt.

Die allgegenwärtige gute Verbraucherlaune sowie das Weihnachtsgeschäft resultieren in einer robusten Geschäftslage, die von 40 Prozent als gut, von der Hälfte als befriedigend und von sieben Prozent als schlecht eingeschätzt wird. Allerdings sitzen noch viele Händler auf einem hohen Warenbestand. Für 2017 stehen die Zeichen auf Stagnation. Der Anteil derer, die von einer Verbesserung ausgehen ist mit 13,8 Prozent nur marginal höher als derer, die mit einer Verschlechterung rechnen (10,3 Prozent). Die deutliche Mehrheit von 76 Prozent erwartet keine Veränderung. Große Umsatzanstiege werden nicht kalkuliert, da einerseits die durch steigende Energie- und Rohstoffpreise anziehende Inflation die Kauflaune dämpfen könnte, andererseits Personalkosten stark zu Buche schlagen, die die Gewinnmargen schmälern. Durch den Kostenanstieg sind höhere Verkaufspreise nicht gänzlich ausgeschlossen. Weiter Sorge bereitet dem stationären Handel die zunehmende Online-Konkurrenz.

Lage und Erwartungen: Einzelhandel

Großhandel

Lage und Erwartungen: Großhandel

Mit einem weiteren Anstieg des Konjunkturklimaindikators auf 146 Zähler kann der Großhandel den Aufwärtstrend des vergangenen Jahres fortsetzen. Die Beurteilungen der Geschäftslage und Erwartungen können nochmal zulegen und auch die Investitions- und Beschäftigungspläne liegen auf hohem Niveau.

Alle Befragten schätzen ihre wirtschaftliche Situation als gut oder befriedigend ein, wobei insbesondere die Inlandsnachfrage kräftige Impulse verzeichnen konnte. Über 60 Prozent verbuchten einen Umsatzanstieg und auch die Lagerbestände sind niedriger als noch zur Vorumfrage – ein weiteres Indiz für volle Auftragsbücher. Dank des prognostizierten Umsatzes ist der Blick auf die kommenden Monate vielversprechend, der jeden Dritten optimistisch stimmt. Der Anteil der Pessimisten reduzierte sich seit Herbst, sodass sich der Saldo nach oben bewegt. Im Gegensatz zum Einzelhandel haben die Großhändler durch ihre oftmals internationale Ausrichtung stärker mit Wechselkursschwankungen und der Auslandsnachfrage zu kämpfen. Höhere Kosten werden wieder vermehrt auf die Verkaufspreise umgewälzt – jeder Zweite kann eine Erhöhung nicht ausschließen. 40 Prozent wollen mehr investieren und jeder Vierte plant eine Aufstockung seines Personalbestandes.

Lage und Erwartungen: Großhandel

Unternehmensorientierte Dienstleister

Lage und Erwartungen: Unternehmensorientierte Dienstleister

Die unternehmensorientierten Dienstleister profitieren von der florierenden wirtschaftlichen Entwicklung in den anderen Branchen. Da die Geschäftslage und die zukünftigen Erwartungen besser bewertet werden als zur Vorumfrage liegt der Konjunkturklimaindikator mit 132 Punkten so hoch wie zuletzt im Frühjahr 2011. Auch bei den Investitions- und Beschäftigungsplänen weist der Trend nach oben. 64 Prozent beurteilen ihre aktuelle Situation als gut und nur drei Prozent als schlecht, sodass fast alle Betriebe in den vergangenen sechs Monaten voll oder befriedigend ausgelastet waren.

Das Umsatzwachstum wurde insbesondere von der soliden Inlandsnachfrage getragen, aber auch aus dem Ausland konnten wieder stärkere Impulse verzeichnet werden. An dieser guten Situation wird sich in Zukunft wenig ändern: Nur jeder Zehnte rechnet mit einer Verschlechterung. Auch bei den Erwartungen bezüglich der Umsatzentwicklung und der Auslastung sind nur Vereinzelte negativ gestimmt. Demzufolge stehen die Zeichen bei den Investitions- und Beschäftigungsplänen auf Wachstum. Ähnlich der Entwicklung im vergangenen Jahr bleibt die Stimmung im Kreditgewerbe durch die anhaltende Niedrigzinsphase und den steigenden regulatorischen und gesetzlichen Anforderungen vergleichsweise getrübt.

Lage und Erwartungen: Unternehmensorientierte Dienstleister

Tourismus

Lage und Erwartungen: Tourismus

Nach einem Ausreißer zur Frühjahrsumfrage scheint sich nun der Tourismusklimaindikator auf seinem langfristigen Durchschnittsniveau von 125 Punkten zu stabilisieren. Aktuelle Lage und zukünftige Erwartungen werden ähnlich bewertet wie noch im Herbst. Jeder Zweite beurteilt seine Geschäfte als gut, 39 Prozent als befriedigend und lediglich jeder Zehnte beklagt eine unzureichende Auslastung.

Die Geschäftsreisenden und Tagestouristen lassen die Kassen im Hotel- und Gaststättengewerbe klingeln. Mit einer durchschnittlichen Zimmerauslastung von 60 Prozent im vergangenen halben Jahr sind die Befragten größtenteils zufrieden. Für das aktuelle Jahr wird ein moderates Wachstum erwartet. 22 Prozent rechnen mit einer Verbesserung und 14 Prozent mit einer Verschlechterung, wobei die Urlaubsreisenden als wichtigste Impulsgeber gesehen werden. Steigende Personalkosten und getätigte Investitionsausgaben erzwingen eine Erhöhung der Übernachtungs- und Verzehrpreise. Seit der zweiten Jahreshälfte kann eine Aufwärtsbewegung bei den Investitionstätigkeiten beobachtet werden – ein Trend, der auch 2017 anhält. Über 39 Prozent möchten zukünftig mehr Geld in Anlagen und Gebäude stecken, wobei Produktinnovationen wieder verstärkt an Bedeutung gewinnen.

Lage und Erwartungen: Tourismus