„Die Wirtschaft, die Industrie und der regionale Mittelstand sind nicht die ‚Gegner‘ des Landes – sondern sie halten das Land am Laufen!"
Welche Probleme das sind, daran ließen die Industrieunternehmer keinen Zweifel. Die Rede war von „Bürokratie-Irrsinn“ und „sinnlosen Dokumentationspflichten“, von einer „verkorksten Energiepolitik“, von „mangelnder Planbarkeit“ oder von „Realitätsverlust in der Politik“. Als eines der größten Probleme benannten die Industrieunternehmer die ausufernden Kosten am Standort Deutschland. „Die hohen Energiekosten, das überdurchschnittliche Lohnniveau sowie die immer weiter steigenden Lohnnebenkosten werfen den Wirtschaftsstandort im internationalen Wettbewerb zurück“, verdeutlichte Christian Boxleitner (Mesutronic, Kirchberg im Wald). Das sah auch Michael Frankl (Sonplas, Straubing) so: „Es genügt nicht, Anreize für Leistung zu setzen, es braucht auch klare Konsequenzen, wenn man sich entzieht. Denn solange es steuerlich belohnt wird, weniger zu arbeiten, statt Mehrarbeit zu honorieren, läuft etwas grundlegend falsch.“ An wen sich diese Forderung richtet, stellte Boris Schneidhuber (AKE technologies, Passau) klar: „Die Wohltaten müssen zurückgefahren werden. Voraussetzung dafür ist mehr Realitätssinn, nicht nur in der Politik, sondern etwa auch bei den Gewerkschaften.“ Daniel Rauh (Dobler Metallbau, Deggendorf) merkte an, dass alle Ausgaben einer Regierung erst einmal erwirtschaftet werden müssen. Auch mit Blick auf die vergangenen Äußerungen der Bundesarbeitsministerin brachte er es auf den Punkt: „Die Wirtschaft, die Industrie und der regionale Mittelstand sind nicht die ‚Gegner‘ des Landes – sondern sie halten das Land am Laufen! Der Mittelstand schafft Arbeitsplätze, sorgt für Wohlstand und finanziert den Staat.“