Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

Die konjunkturelle Eintrübung hinterlässt erste Spuren auf dem niederbayerischen Arbeitsmarkt.

Aktuelle Arbeitsmarktzahlen

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Quelle: Bundesagentur für Arbeit. Stand: Juni 2025

Der niederbayerische Arbeitsmarkt hat sich in der Vergangenheit positiv entwickelt. Die Arbeitslosenquoten liegen regelmäßig unter dem bayerischen Schnitt und deutlich unter dem Deutschlandniveau. Jedoch hat nicht nur die Corona-Pandemie Spuren am Arbeitsmarkt hinterlassen und zwischenzeitlich zu moderaten Anstiegen geführt, auch die jüngste Konjunkturschwäche macht sich mittlerweile in den Zahlen bemerkbar. Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt im Juni in Niederbayern mit 3,7 Prozent unter dem Bayernwert (4,0 Prozent) und unter dem Wert in Deutschland (6,2 Prozent). Die Eintrübung beim Arbeitsmarkt zeigt sich auch an der Zahl der bei den Arbeitsagenturen gemeldeten offenen Stellen. Sie betrug 2025 im Jahresdurchschnitt 9.255, nach 11.416 im Vorjahr.

Beschäftigte und Erwerbstätige

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Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Stand: August 2025

513.291 Niederbayerinnen und Niederbayern stehen derzeit in Lohn und Brot. Seit 2014 sind zwar rund 70.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden, im Vergleich zum Vorjahr ist jedoch ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Nach dem coronabedingten Einbruch wurde der kontinuierliche Aufwärtstrend der vergangenen zehn Jahre damit zum zweiten Mal unterbrochen. 39 Prozent der Beschäftigten arbeiten im Dienst­leistungsbereich, gefolgt vom Verarbeiten­den Gewerbe mit 29 Prozent.

IHK-Berufsausbildung

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Quelle: IHK Niederbayern. Stand: Juni 2026

Im Zehnjahresvergleich erreichen die neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse im IHK-Bezirk Niederbayern einen Tiefststand. Zum 31.12.2025 wurden in den knapp 2.300 Ausbildungsbetrieben insgesamt 3.938 neue Ausbildungsverhältnisse registriert. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 8,4 Prozent. Besonders deutlich fällt der Rückgang bei den gewerblich-technischen Ausbildungsberufen mit minus 13,4 Prozent aus, während die Zahl der Neueintragungen in den kaufmännischen Berufen weniger stark zurückgeht. Der Frauenanteil liegt im gewerblichen Bereich mit rund 16 Prozent weiterhin deutlich unter dem der kaufmännischen Ausbildungsberufe, in denen Frauen 53 Prozent der Auszubildenden stellen. Jeder zweite Auszubildende verfügt über einen mittleren Bildungsabschluss, rund zehn Prozent besitzen die (Fach-)Hochschulreife.

Pendler

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Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik – www.statistik.bayern.de. Ob und wie häufig gependelt wird, ist unerheblich. Stand: November 2025

Pendler sind alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, deren Arbeitsplatz sich vom Wohnort unterscheidet. Die größten Anlaufstellen für Pendler in Niederbayern sind die kreisfreien Städte Passau, Straubing und Landshut, wobei besonders viele Pendler in den direkt angrenzenden Landkreisen wohnen. Aufgrund eines großen Arbeitgebers aus der Automobilbranche kommen mehr Leute zum Arbeiten in den Landkreis Dingolfing-Landau, als diesen verlassen. Generell ist der Regierungsbezirk Niederbayern kein geschlossener Arbeitsmarkt. 57.000 Einpendler stehen 104.000 Auspendlern gegenüber, sodass per Saldo 47.000 Beschäftigte die Region verlassen.

Artikelnr: 338331