Jochen Eid, Geschäftsbereichsleiter Planung Autobahn GmbH
Welche Verbesserungen erhoffen Sie sich in Ihrem Bereich durch das Infrastrukturzukunftsgesetz?
Vor allem mehr Klarheit in den Planungs- und Genehmigungsprozessen sowie verlässliche Rahmenbedingungen für alle Beteiligten. Gleichzeitig erwarten wir, dass durch Verfahrenserleichterungen Projekte schneller umgesetzt werden können und wichtige Infrastrukturmaßnahmen früher für die Bürgerinnen und Bürger wirksam werden.
Viele Unternehmen haben mit Zeitverlusten durch Baustellen zu kämpfen. Welche Rolle spielt der Wirtschaftsverkehr in den Planungen der Autobahn GmbH?
Die Sicherstellung einer hohen Netzverfügbarkeit für alle Verkehrsteilnehmer, natürlich einschließlich für den Wirtschaftsverkehr, ist ein zentrales Unternehmensziel der Autobahn GmbH. Gleichzeitig müssen wir immer wieder Zielkonflikte ausbalancieren, etwa zwischen Verkehrssicherheit, Arbeitssicherheit, Schutz von Anwohnern, Umweltschutz, verfügbaren Fahrstreifen, Baukosten oder Bauzeit.
Wenn Sie einen Wunsch für die verkehrliche Infrastruktur in Niederbayern frei hätten – welcher wäre das und warum?
Ein breiter gesellschaftlicher Zusammenhalt für unsere Infrastruktur – vereinfacht gesagt: viel „wir“ und wenig „ich“. Wenn Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bevölkerung gemeinsam an Lösungen arbeiten, können wir die Verkehrswege zukunftsfähig gestalten.