Vor allem Fachkräfte aus der beruflichen Bildung fehlen
Bezogen auf die Qualifikation herrscht der größte Mangel bei Fachkräften aus der beruflichen Ausbildung – das gilt heute wie in Zukunft. „Trotz der aktuellen Krise rechnet der Arbeitsmarktradar damit, dass in den kommenden Jahren die Zahl der Beschäftigten in Niederbayern insgesamt steigen wird. Der Anteil der beruflich Qualifizierten an den Beschäftigten nimmt aber gleichzeitig ab, weil immer weniger junge Menschen sich für eine Karriere mit Ausbildung entscheiden. Für die Wirtschaft in Niederbayern ist das ein gravierendes Problem, denn genau diese Leute werden in den Betrieben am dringendsten gebraucht“, sagt Schreiner. Mit 60 Prozent entfällt im Jahr 2029 der mit Abstand größte Anteil der Arbeitskräftelücke in Niederbayern auf Fachkräfte mit beruflicher Ausbildung – im Bayernvergleich ist das ein besonders hoher Wert. Auch „Spezialisten“, wie zum Beispiel Meister, Fachwirte oder Bachelorabsolventen, oder „Experten“ mit akademischer Ausbildung fehlen auf dem niederbayerischen Arbeitsmarkt der Zukunft, allerdings in geringerem Maße.