Forderungen: EU-Binnenmarkt stärken, Handelshemnisse abbauen, neue Freihandelsabkommen und Verlässlichkeit
Auch im Freistaat insgesamt zeigt sich eine hohe Exportrelevanz: Der Wert liegt hier ebenfalls bei 18 Prozent. Im Vergleich der Bundesländer kann nur Baden-Württemberg einen höheren Anteil vorweisen. Allerdings gibt es große regionale Unterschiede. So sticht etwa Dingolfing-Landau mit 38 Prozent Exportrelevanz deutlich heraus. Bayernweit liegt dieser Landkreis auf Platz zwei der Regionen mit der höchsten Exportrelevanz, innerhalb Niederbayerns führt Dingolfing-Landau das Ranking mit großem Abstand an. Angesichts der aktuell angespannten Lage der Wirtschaft in Deutschland sowie der massiv gestiegenen Risiken im internationalen Geschäft ist das keine ausschließlich positive Nachricht, verdeutlicht Schreiner.
Wirtschaftsregionen, die besonders vom Export abhängig sind, sind ihm zufolge auch besonders verwundbar: „Überbordende Bürokratie und Regulierung, hohe Kosten für Energie, Arbeit und Rohstoffe oder mangelnde politische Verlässlichkeit lassen unseren Standort im internationalen Wettbewerb immer weiter zurückfallen. Hinzu kommen Krisen und Konflikte weltweit. Lange hat die exportorientierte niederbayerische Wirtschaft überdurchschnittlich für Wohlstand und Wertschöpfung gesorgt, und viele haben davon hervorragend gelebt. Dass diese goldenen Zeiten vorbei sind, ist in Politik und Gesellschaft offensichtlich noch nicht angekommen“, kritisiert Schreiner.
Die Schlussfolgerungen daraus sind für den IHK-Chef klar: Mit einem gestärkten EU-Binnenmarkt, dem Abbau von Handelshemmnissen, neuen Freihandelsabkommen und vor allem mit effektiven Strukturreformen und verlässlichen Rahmenbedingungen für die Betriebe vor Ort müsse der Exportwirtschaft wieder Stärke und Wachstum ermöglicht werden.