Gerade mal drei Jahre brauchte Temu, um in Deutschland zur Nummer 2 bei den Marktplätzen aufzusteigen, vor Ebay und nur hinter Amazon. Der chinesische Konzern legt seinen Fokus immer stärker auf das Local-to-local-Modell – Temu will also lokale Händler gewinnen, die ihre Plattform als Marktplatz nutzen. Wie das Unternehmen hier vorgeht, erklärte Adrian Aubele von der eFly Marketplace Services GmbH, einer Amazon-Agentur.
„Temu will weg vom Ramsch-Image. Sie setzen auf lokale Lager, lokale Verkäufer und Marken-Bereiche. Hier investiert man viel Energie und Geld“, sagte Aubele und lieferte spannende Insights. So seien die Konditionen für Verkäufer auf Temu vor allem im Vergleich zu Amazon durchaus attraktiv, sei es bei Provisionserlösen, beim Support, bei den Auszahlungs-, und Versandbedingungen oder bei der Account-Struktur.
Aubele zeigte auch: Temu-Käufer sind deutlich jünger als die Amazon-Klientel. Wachstum wird getrieben durch virales Social-Media-Marketing, das Median-Preisniveau der Produkte liegt noch deutlich unter dem auf Amazon. Bereits aktiv unterwegs auf Temu ist die elasto GmbH & Co. KG aus der Oberpfalz. Malte Vroomen erklärte, wie das mittelständische Unternehmen die Plattform nutzt und sich so ein weiteres Standbein neben Amazon aufbaut.