Heimat für Jäger und Sportschützen

Jagd - Hammer Inh. Peter Hammer e.Kfm., auch als Büchsenmacherei am Dom in Passau bekannt, feiert 120-jähriges Bestehen. Der Familienbetrieb verbindet seit Generationen Fachwissen, persönliche Beratung und ein spezialisiertes Angebot.

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Peter, Helga und Andreas Hammer vor ihrem Ladengeschäft an der Zufahrt zum Passauer Domplatz.

120 Jahre am Markt – das schaffen nur wenige Unternehmen. Für Jagd Hammer ist das Jubiläum vor allem ein Zeichen dafür, dass Qualität, Fachwissen und persönlicher Service auch in einer sich wandelnden Branche Bestand haben.

Gegründet wurde das Unternehmen 1905 als Büchsenmacherei von Georg Nöbauer. Anfang der 1960er-Jahre übernahm Familie Hammer den Betrieb und vergrößerte 1973 das Ladengeschäft. Inzwischen führt die dritte Generation mit Peter und Helga Hammer das Familienunternehmen. Sohn Andreas ist vor etwa zehn Jahren ins Geschäft mit eingestiegen, und wird in absehbarer Zeit die Nachfolge antreten. Die Kundschaft kommt längst nicht mehr nur aus der Region. Viele Jäger und Sportschützen nehmen weite Wege auf sich, weil sie die Erfahrung und die ausführliche Beratung schätzen. Auch Touristen oder Importeure aus dem Ausland gehören zu den Kunden. Dabei geht es selten um einen schnellen Verkauf. „Waffen sind ein Lebenskauf“, sagt Andreas Hammer. Entsprechend viel Zeit nimmt er sich für die Beratung. Welche Waffe passt zum Einsatzzweck? Welche rechtlichen Vorgaben sind zu beachten? „Wir begleiten unsere Kunden oft weit über den eigentlichen Kauf hinaus und erstellen bei Bedarf auch Gutachten. Viele Stammkunden kommen bereits in zweiter oder sogar dritter Generation“, berichtet der Unternehmer.

Die Rahmenbedingungen für die Branche sind sehr anspruchsvoll geworden. Die allgemeine Wirtschaftslage ist auch hier spürbar, gleichzeitig steigen die gesetzlichen Anforderungen stetig. Themen wie Waffenrecht, sichere Aufbewahrung oder Exportbestimmungen beschäftigen Händler und Kunden gleichermaßen. Hinzu kommt, dass es immer weniger Schießstände gibt. Familie Hammer setzt daher auf ihre größte Stärke: den persönlichen Kontakt. Die enge Bindung zu den Kunden, ihre langjährige Erfahrung und die Leidenschaft für das eigene Fach sorgen dafür, dass das Unternehmen auch nach 120 Jahren noch optimistisch nach vorne blicken kann. Oder, wie es die Familie selbst formuliert: Es braucht auch künftig Fachgeschäfte, wo man die Kunden kennt, wo sich Interessenten wohlfühlen und wo man sich Zeit für die persönlichen Fragen nimmt.