09.02.2026
Unternehmer zweifeln am eigenen Industriestandort
IHK-Fachausschuss Industrie zieht Vergleich zu den USA
Die aktuelle Konjunkturumfrage der IHK hat es bestätigt: In der niederbayerischen Industrie weisen die Investitionspläne für die Zukunft steil nach unten, stärker als in anderen Branchen. Wenn die Betriebe investieren, dann ganz überwiegend im Ausland. Die Sitzung des IHK-Fachausschusses Industrie im „Haus der Wirtschaft“ in Landshut trug dem Rechnung – mit einem Blick auf den US-amerikanischen Markt. Trotz Herausforderungen wie etwa der Zollpolitik bleiben die USA ein großer und wichtiger Markt, betonte der Ausschussvorsitzende Professor Andreas Buske. Er konnte dazu aus seiner eigenen unternehmerischen Erfahrung als Inhaber der Zwiesel Fortessa AG berichten: 2022 wurde das US-Partnerunternehmen Fortessa in die damalige Zwiesel Kristallglas AG integriert.
Deutschland hinkt in Sachen Standort-Wettbewerbsfähigkeit hinterher
Dass es gerade für deutsche und niederbayerische Unternehmen lohnend ist, in den USA aktiv zu werden, bestätigte in der Sitzung Dr. Stefan Buske (der Bruder des Vorsitzenden). Dr. Buske kann auf über 25 Jahre Erfahrung im transatlantischen Geschäft verweisen und unterstützt als Partner der amerikanischen Anwaltskanzlei Smith Gambrell & Russell deutsche Unternehmen bei ihren Geschäftsaktivitäten in den USA. Der Experte stellte klar: Wer in den USA unternehmerisch aktiv werden will, muss sich gut vorbereiten. Frühzeitige Planung, regionale Fachkenntnisse, eine genaue Dokumentation und auch kulturelle Anpassung seien dafür entscheidend. Nicht zuletzt das komplexe Rechtssystem der USA halte einige Fallstricke bereit. „Das lässt sich aber alles bewältigen“, bekräftigte Dr. Buske.