44 Standortfaktoren aus den Bereichen Infrastruktur, Fachkräfte, Kosten, Marktumfeld, Attraktivität und Wirtschaftsfreundlichkeit der Verwaltung wurden auf Zufriedenheit und Wichtigkeit untersucht.
Das Meinungsbild zum Wirtschaftsstandort Niederbayern zeigt sich dabei wie folgt:
- Die Unternehmen in Niederbayern geben ihrem Standort eine gute Note (2,2).
- Zwei Drittel bewerten diesen als "sehr gut" oder "gut", vier Prozent als "schlecht" oder "sehr schlecht".
- Am besten fällt die Bewertung in den Gremiumsbezirken Deggendorf, Landshut und Straubing aus, am schlechtesten im Landkreis Regen.
- Acht von zehn Firmen würden sich wieder für Niederbayern entscheiden.
- In den kommenden drei Jahren möchte knapp jeder Dritte umfangreich investieren. Vor allem Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern und solche aus der Industrie sowie dem Gastgewerbe planen Erweiterungen.
- Sieben Prozent der Betriebe werden ihren Standort verkleinern oder aufgeben. Der Einzelhandel ist davon überdurchschnittlich stark betroffen.
- Mitarbeiterloyalität, Energieversorgung, Personalkosten und regionales Straßennetz sind Standortstärken.
- Die Region ist bei den weichen Standortfaktoren gut aufgestellt und kann mit medizinischer Versorgung, Kinderbetreuungs-, Schul-, Freizeit- und Sportangebot sowie Standortimage und attraktivem Wohnumfeld punkten.
- Besonders wichtig sind Mitarbeiterloyalität, Personalkosten und regionales Straßennetz. Auch Breitbandversorgung und Verfügbarkeit von Fachkräften sind von hoher Bedeutung, allerdings liegt hier eine geringe Zufriedenheit vor.
- Mit der Anbindung an Schiene und Luftverkehr sind die Unternehmen zwar nicht zufrieden, räumen diesen Punkten aber nur geringe Relevanz ein.
- Bei jedem vierten Unternehmen haben Standortfaktoren das Wachstum verzögert.
Faktoren mit dringendem Handlungsbedarf
- Verfügbarkeit von beruflich qualifizierten Fachkräften
- Breitbandversorgung
- Bürokratiearme Verwaltung/Unternehmerfreundlichkeit
- Gewerbe- und Grundsteuer