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Konjunkturumfrage
Bundesweit führen 80 Industrie- und Handelskammern dreimal jährliche eine Konjunkturumfrage unter ihren Mitgliedsunternehmen durch. Erhebungszeiträume sind jeweils die Monate Januar, Mai und September. Befragt werden Unternehmen aller der IHK zugehörigen Wirtschaftszweige und aller Größenordnungen. Hauptfragen sind die Beurteilung der aktuellen Wirtschaftslage und die Erwartungen für die nahe Zukunft. Ergänzt werden diese Angaben beispielsweise durch Fragen nach den Aufträgen, der Kapazitätsauslastung, der Ertragslage, den Investitionen und den Beschäftigtenzahlen.
Auf dieser Seite präsentieren wir Ihnen den jüngsten Konjunkturbericht. Zum Vergrößern der Diagramme klicken Sie bitte einfach auf die Bilder. Die Ergebnisse des vergangenen Konjunkturberichtes vom Januar 2012 können Sie hier einsehen:
IHK-Konjunkturumfrage Mai 2012: Konjunktur auf Wachstumskurs
Nach dem kurzzeitigen Stimmungsabfall im Herbst nimmt die Konjunktur im Frühjahr wieder an Fahrt auf. Der IHK-Konjunkturklimaindikator Niederbayern legt um knapp drei Punkte zu und steht aktuell bei 130,9 Zählern. Damit liegt der Index weiterhin deutlich über seinem langfristigen Durchschnitt.
Grund für den Anstieg ist, dass der Optimismus der Unternehmen hinsichtlich der weiteren Wirtschaftsentwicklung zugenommen hat. Die aktuelle Geschäftslage wird von den Betrieben unverändert gut beurteilt. Trotz des nach wie vor unsicheren Umfelds aufgrund der Schuldenkrise konnte die exportstarke niederbayerische Wirtschaft im Auslandsgeschäft weitere Zuwächse verzeichnen. Diese fielen aufgrund der restriktiveren Wirtschaftspolitik in einigen EU-Staaten, bedingt durch die Eurokrise, allerdings etwas schwächer aus. Zudem erschwert das erreichte hohe Niveau der Ausfuhren weitere Steigerungen.
Die Binnennachfrage wurde weiterhin von der anhaltend guten Situation auf dem Arbeitsmarkt gestützt, die den privaten Konsum ankurbelt. Ebenso ist die hohe Investitionstätigkeit eine tragende Säule des Aufschwungs. Niedrige Zinssätze und die Tatsache, dass Deutschland in Zeiten der Schuldenkrise als "sicherer Hafen" gilt, bieten für die Kapitalanlage in Ausrüstungs- und Bauinvestitionen günstige Rahmenbedingungen.
Trotz einiger Unwägbarkeiten bei den politischen Rahmenbedingungen und auf den Märkten ist davon auszugehen, dass sich der Aufschwung in den kommenden Monaten fortsetzen wird. Konjunkturrisiken sind und bleiben die Schuldenkrise einiger Staaten sowie die hohen Energie- und Rohstoffpreise.
IHK-Konjunkturklimaindikator Niederbayern
Aktuelle Wirtschaftslage
Im Vergleich zu Jahresbeginn beurteilen die niederbayerischen Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage unverändert gut, was aufgrund der derzeit hohen Wirtschaftsleistung sehr erfreulich ist. Nach wie vor berichten über 53 Prozent der befragten Betriebe von einem guten Geschäftsverlauf, während lediglich sieben Prozent über eine schlechte Lage klagen. Damit ist das niederbayerische Ergebnis erneut besser als das gesamtbayerische.
Die regionale Wirtschaft ist in einer sehr guten Verfassung und die wirtschaftlichen Antriebskräfte sind intakt. Starke Impulse kamen von der Inlandsnachfrage. Niedrige Zinssätze und gute Rahmenbedingungen haben Anlage-, Ausrüstungs- und Bauinvestitionen befördert und einen deutlichen Wachstumsbeitrag geleistet. Ebenso hat der private Konsum dank guter Arbeitsmarktdaten die Wirtschaft weiter angekurbelt. Allerdings wird dieser positive Effekt zunehmend von den hohen Preisen an den Zapfsäulen geschmälert, die die Geldbeutel der Verbraucher stark belasten.
Mittlerweile hat sich das weltwirtschaftliche Umfeld wieder aufgehellt und Maßnahmen zur Milderung der Turbulenzen im Euroraum wurden ergriffen. Diese haben dazu beigetragen, die Lage an den Finanzmärkten zu stabilisieren. Somit konnten die Ausfuhren moderat zulegen und den Aufschwung weiter vorantreiben. Wegen der konjunkturdämpfenden Sparanstrengungen in einigen EU-Ländern fielen die Ausfuhrzuwächse in den Euroraum etwas geringer aus.
Aktuelle Wirtschaftslage
Erwartete Wirtschaftslage
Die Erwartungen der niederbayerischen Wirtschaft haben sich im Frühjahr weiter aufgehellt. Die Unternehmen setzen auf Wachstum. Dennoch bleibt man vorsichtig. Mehr als ein Viertel der Betriebe rechnet in den kommenden Monaten mit einer Verbesserung der Geschäftslage, lediglich knapp neun Prozent gehen von einer Verschlechterung aus. Der Großteil von zwei Dritteln erwartet in absehbarer Zukunft einen unveränderten Geschäftsverlauf, was beim derzeitigen hohen Konjunkturniveau durchaus als positiv zu bewerten ist.
Die insgesamt guten binnenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stützen den Aufschwung in Deutschland und die Unternehmen gehen davon aus, dass die Inlandsnachfrage noch weiter anziehen wird. Die anhaltend gute Lage auf dem Arbeitsmarkt und positive Einkommenserwartungen sprechen dafür, dass der private Konsum eine Stütze des Wachstums bleibt - trotz hoher Treibstoff- und Energiepreise, die die Budgets der Verbraucher belasten. Ebenso entwickeln sich die Investitionen weiterhin dynamisch. Niedrige Zinsen und eine gute Auftragslage führen dazu, dass die Investitionspläne der heimischen Unternehmen weiter nach oben gerichtet sind. Zudem hat der Standort Deutschland für ausländische Investoren an Attraktivität gewonnen. Auch im Exportgeschäft rechnen die Betriebe mit neuer Dynamik. Die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Produkte wird durch die relativ niedrige Bewertung des Euro an den Devisenmärkten befeuert. Allerdings verteuert dies auch in ausländischen Währungen fakturierte Importe. Zudem haben die hohen Energie- und Rohstoffpreise zu deutlich stärkeren Kostenbelastungen der Betriebe geführt.
Trotz einiger Widrigkeiten kann mit einem weiteren Anstieg der Wirtschaftsleistung gerechnet werden. Vor diesem Hintergrund wollen die Betriebe ihren Personalbestand weiter aufstocken. Gefahren für den Aufschwung bestehen weiterhin. Ein großes Abwärtsrisiko für die wirtschaftliche Entwicklung geht nach wie vor von der Schulden- und Vertrauenskrise im Euroraum aus, die im Kern noch nicht gelöst ist. Immerhin haben aber wirtschaftspolitische Maßnahmen die Finanzmärkte vorerst beruhigt. Zudem bedrohen die hohen Energie- und Rohstoffpreise das weitere Wachstum. Ebenso könnten sich fehlende Fachkräfte in vielen Bereichen zu einer Bremse für den Aufschwung entwickeln.
Erwartete Wirtschaftslage
Ergebnisse nach Branchen
Der Konjunkturbericht gliedert sich in unterschiedliche Branchen. Die Einzelergebnisse können Sie hier einsehen:
Ansprechpartner
![]() |
Martin Frank
Kontakt |
Stellvertretender Hauptgeschäftsführer | |
| E-Mail: | frank@passau.ihk.de |
| Telefon: | 0851 507-237 |
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Thomas Genosko
Kontakt |
Regionalentwicklung | Standortfragen | Raumordnung | |
| E-Mail: | genosko@passau.ihk.de |
| Telefon: | 0851 507-201 |















