Meldung zukünftiger Strombedarfe für die Netzplanung

Durch die Umstellung auf klimafreundliche Technologien steigt der Strombedarf in vielen Unternehmen. Damit Stromnetzbetreiber rechtzeitig neue Leitungen planen und bauen können, sind sie auf Informationen über künftige Strombedarfe angewiesen. Diese Daten werden über eine sogenannte Großverbraucherabfrage gesammelt. Großverbraucher sind Unternehmen mit einer Anschlussleistung größer 10 MW.

Worum geht es konkret?

Unternehmen sollen ihren geplanten Strombedarf an ihren zuständigen Verteilnetzbetreiber (VNB) melden. Wichtig sind:

  • die Höhe des künftigen Strombedarfs
  • der voraussichtliche Zeitpunkt, ab wann der Strom benötigt wird
  • die Art des Bedarfs, z. B. Elektrifizierung von Prozessen, neue Produktion, Rechenzentrum

Gerade Unternehmen, die bisher vor allem Gas nutzen, sind den Stromnetzbetreibern oft nicht als Großverbraucher bekannt. Sie müssen von sich aus aktiv werden und ihren Bedarf melden.

Warum ist das wichtig?

Wenn der steigende Strombedarf nicht früh genug gemeldet wird, kann es zu Engpässen kommen. Neue Stromleitungen brauchen oft viele Jahre bis zur Fertigstellung. Wenn Unternehmen ihre Pläne zu spät melden, kann das ihre eigene Entwicklung verzögern – z. B. durch fehlende Netzanschlüsse oder zu geringe Netzkapazität.

Besonders in Regionen wie Bayern mit vielen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist es wichtig, dass alle Beteiligten ihren Bedarf melden, damit die Stromnetze passend ausgebaut werden können.

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Erich Doblinger

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