05.03.2026

Niederbayerns Tourismuswirtschaft blickt nach vorn

Unternehmer im IHK-Ausschuss mit gemischtem Fazit zur Wintersaison (05.03.2026)

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Die Mitglieder des Tourismusausschusses mit ihrem Vorsitzenden Kai Tiemer (1. Reihe Mitte), dem Referenten Michael Prietsch (links hinter ihm) sowie Vertretern der IHK.

Die Wintersaison in der niederbayerischen Tourismuswirtschaft geht zu Ende. Bei einer Sitzung des Fachausschusses Tourismus der IHK Niederbayern in Passau haben die Unternehmer dazu ein gemischtes Fazit gezogen: Nur für wenige waren die kalten Monate ein Gewinn, für den größeren Teil sind sie die schwächste Zeit des Jahres – je nach Ausrichtung des Betriebs. Jetzt blicken die Ausschussmitglieder nach vorn. Im Vergleich zur krisengeprägten Wirtschaft insgesamt ist die Branche dabei etwas positiver gestimmt. „Wir können froh sein, dass es in der Tourismuswirtschaft nicht nach unten geht, sondern eher seitwärts oder nach oben“, fasste es der Ausschussvorsitzende Kai Tiemer zusammen.

Tiemer erläuterte das am Beispiel seines eigenen Hotelbetriebs in Bad Füssing: „Für uns sind die Erwartungen für das Jahr 2026 recht positiv. Hart treffen uns aber die Energiekosten. Hier hoffen wir auf Entlastungen.“ Die hohen und weiter steigenden Kosten – nicht nur für Energie, sondern ebenso für Personal, Lebensmittel oder etwa die Logistik – stellen alle Ausschussmitglieder vor große Schwierigkeiten. Hinzu kommt ein verändertes Gästeverhalten: Die Kunden werden anspruchsvoller, bleiben aber gleichzeitig kürzer und überlegen genau, wofür sie ihr Geld ausgeben. Ein Ausschussmitglied verdeutlichte beispielhaft, wie die Tourismusbetriebe darauf reagieren: „Wir müssen die Flucht nach vorn antreten und in Qualität investieren.“

Fördermöglichkeiten wurden vorgestellt

Helfen kann bei solchen Investitionen die Regionalförderung der Regierung von Niederbayern. Der Leiter des Bereichs Wirtschaftsförderung bei der Regierung, Michael Prietsch, war in der Ausschusssitzung zu Gast und stellte die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten vor. Aus seiner Erfahrung heraus konnte er die Eindrücke aus dem Fachausschuss bestätigen. Während aufgrund der Investitionszurückhaltung in der Wirtschaft die Zahl der Förderanträge insgesamt deutlich zurückgeht, bleiben die Zahlen im Tourismus auf gleichem Niveau: „Die Tourismuswirtschaft ist ein Stabilitätsanker. Das ist eine der wenigen Branchen, wo noch investiert wird“, sagte Prietsch. Möglich sind in der Regionalförderung Zuschüsse von bis zu 20 Prozent für Investitionsmaßnahmen der Unternehmen. Bei Beantragung und Durchführung ist allerdings einiges zu beachten. Prietsch empfahl daher den Unternehmern, möglichst frühzeitig eine Beratung in Anspruch zu nehmen, etwa bei der IHK oder direkt bei der Regierung.