Die Wintersaison in der niederbayerischen Tourismuswirtschaft geht zu Ende. Bei einer Sitzung des Fachausschusses Tourismus der IHK Niederbayern in Passau haben die Unternehmer dazu ein gemischtes Fazit gezogen: Nur für wenige waren die kalten Monate ein Gewinn, für den größeren Teil sind sie die schwächste Zeit des Jahres – je nach Ausrichtung des Betriebs. Jetzt blicken die Ausschussmitglieder nach vorn. Im Vergleich zur krisengeprägten Wirtschaft insgesamt ist die Branche dabei etwas positiver gestimmt. „Wir können froh sein, dass es in der Tourismuswirtschaft nicht nach unten geht, sondern eher seitwärts oder nach oben“, fasste es der Ausschussvorsitzende Kai Tiemer zusammen.
Tiemer erläuterte das am Beispiel seines eigenen Hotelbetriebs in Bad Füssing: „Für uns sind die Erwartungen für das Jahr 2026 recht positiv. Hart treffen uns aber die Energiekosten. Hier hoffen wir auf Entlastungen.“ Die hohen und weiter steigenden Kosten – nicht nur für Energie, sondern ebenso für Personal, Lebensmittel oder etwa die Logistik – stellen alle Ausschussmitglieder vor große Schwierigkeiten. Hinzu kommt ein verändertes Gästeverhalten: Die Kunden werden anspruchsvoller, bleiben aber gleichzeitig kürzer und überlegen genau, wofür sie ihr Geld ausgeben. Ein Ausschussmitglied verdeutlichte beispielhaft, wie die Tourismusbetriebe darauf reagieren: „Wir müssen die Flucht nach vorn antreten und in Qualität investieren.“