90 Prozent fordern Abbau der EU-Bürokratie
Um die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu verbessern, ist für eine überwältigende Mehrheit von 90 Prozent der Betriebe der Bürokratieabbau der erste und wichtigste Schritt. Die Unternehmen sprechen in der Umfrage viele Punkte an: komplizierte Zulassungs- und Genehmigungsverfahren, zahlreiche Berichtspflichten, europäische Richtlinien und Verordnungen zu Nachhaltigkeit, Lieferketten oder Datenschutz und nicht zuletzt die umfangreichen Regulierungen im Zuge des „Green Deals“. „Das selbstgesteckte Ziel des Bürokratieabbaus haben die EU-Institutionen in den vergangenen fünf Jahren verpasst – im Gegenteil, es wurde noch mehr Bürokratie aufgebaut. In den Unternehmen bindet das Zeit, Geld und Personal. Dabei stünden gerade auf EU-Ebene viele Hebel zur Verfügung, um eine spürbare Entlastung zu erreichen“, kritisiert IHK-Präsident Leebmann. Besonders die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) verzweifelten zusehends an der EU-Bürokratie. Die IHK-Organisation wolle daher einen „KMU-Test“ für künftige Gesetzesvorhaben auf EU-Ebene. „Was wir fordern, ist ein Bürokratie-Kassensturz: eine Bereinigung der bestehenden Regeln und gleichzeitig bei neuen Gesetzen mehr Bewusstsein für deren Auswirkungen in der Wirtschaft“, sagt Leebmann.