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Industriestandortkarte

Vorschau der Industriestandortkarte
Vorschau der Industriestandortkarte
Vorschau der Industriestandortkarte
Vorschau der Industriestandortkarte

Niederbayern ist ein starker und innovativer Produktionsstandort mit einem schlagkräftigen Verbund aus global operierenden Großunternehmen sowie einer breiten Schicht leistungsfähiger kleiner und mittlerer Betriebe. Dies belegt die im Juni 2011 erschienene Industriestandortkarte, die die IHK Niederbayern zusammen mit der Regierung von Niederbayern erstellt hat. Darin wird die Industriestruktur Niederbayerns zum Stichtag 30.09.2010 nach ihrer Beschäftigtenzahl grafisch dargestellt.

"Unser Wirtschaftsraum hat sich insgesamt gut entwickelt. Das überdurchschnittliche Wachstum ist in hohem Maße der starken industriellen Basis zu verdanken, die den Kern vieler Wertschöpfungsketten bildet", erläutert IHK-Hauptgeschäftsführer Walter Keilbart die Ergebnisse der Industriestandortkarte. Demnach gibt es im IHK-Bezirk (Regierungsbezirk Niederbayern ohne Landkreis Kelheim) insgesamt 806 Industriebetriebe, die mindestens zehn Mitarbeiter haben. Gemeinsam beschäftigen sie mehr als 104.000 Personen. Damit ist die Zahl der Erwerbstätigen im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2005 zwar leicht, um 1,3 Prozent, zurückgegangen, "dahinter verbergen sich aber wegen verbesserter Prozesse, die zu Produktivitätssteigerungen in den Betrieben geführt haben, keineswegs negative Entwicklungen", so Keilbart. Aufgrund diverser Veränderungen bei der Datenerhebung sei der Rückgang der Anzahl der Industriebeschäftigten teilweise auch statistischer Natur.

Viele Unternehmen hätten in den letzten Jahren ihre Beschäftigtenzahl sogar erhöht und rund 50 Betriebe seien neu hinzugekommen. Insbesondere die Landkreise Landshut, Rottal-Inn und Straubing-Bogen sowie die Stadt Straubing konnten seit der vergangenen Erhebung einen Zuwachs an Industriearbeitsplätzen aufweisen. Auch Regierungspräsident Heinz Grunwald betrachtet die Ergebnisse als Bestätigung für die Leistungsfähigkeit der heimischen Wirtschaft: "Die niederbayerischen Industriebetriebe haben ihre Flexibilität unter Beweis gestellt und sich an die veränderten Marktbedingungen angepasst. Dadurch konnte sich auch die Region als innovativer Produktionsstandort im Wettbewerb behaupten", so Grunwald.

Schwerpunkt im Fahrzeugbau

Von den 16 auf der Industriestandortkarte erfassten Wirtschaftszweigen haben vor allem die Branchen, Maschinenbau, Feinmechanik und Optik, Erzeugung und Bearbeitung von Metall, das Holzgewerbe sowie der Wirtschaftszweig Papier und Pappe ihre Mitarbeiterzahl erhöht. Mit 34.500 Beschäftigten ist der Fahrzeugbau (inklusive der Herstellung von Kfz-Teilen) der mit Abstand größte Wirtschaftszweig im IHK-Bezirk. Jeder dritte Industriebeschäftigte in Niederbayern arbeitet in diesem Sektor. Weitere Branchenschwerpunkte bilden die Metallbe- und -verarbeitung und der Maschinenbau mit 14.834 beziehungsweise 13.230 Beschäftigten. Die Wirtschaftszweige Chemie, Kunststoff und Gummiwaren sowie Elektronik zählen ebenso zu den größeren Branchen in der Region. Die genannten Bereiche stellen rund drei Viertel der Industriearbeitsplätze im IHK-Bezirk.

Im Zuge der Datenerhebung zur Industriestandortkarte wurden erstmals Angaben zu acht Wertschöpfungsbereichen abgefragt, denen sich die Unternehmen selbst zuordnen konnten. Dabei konnten die Betriebe auch mehrere Wertschöpfungsbereiche angeben und diese nach der Zahl der in diesen Zweigen eingesetzten Beschäftigten gewichten. So sind in den sieben Wertschöpfungsbereichen ohne die Kategorie "Sonstiges" im IHK-Bezirk rund 86.000 Personen tätig, was 82,4 Prozent aller Industriebeschäftigten entspricht. Das mit Abstand größte Kompetenzfeld in der Region ist die Mobilität. In diesem Segment sind knapp 45.000 Industriebeschäftigte und 202 Betriebe tätig. Neben den Fahrzeugherstellern und Produzenten von Kfz-Teilen und Verkehrstechnik zählen zu dieser Wertschöpfungskette beispielsweise auch viele Unternehmen aus den Wirtschaftszweigen Metall, Elektronik, Maschinenbau sowie Chemie, Kunststoff, Gummiwaren.

Der Bereich "Sonstiges" ist mit über 18.000 tätigen Personen der zweitgrößte in der Region. In ihm sind 285 Betriebe erfasst, deren Kompetenzen oder Teile ihres Tätigkeitsfeldes nicht anderen Wertschöpfungsbereichen zugeordnet werden können. Weitere Schwerpunkte in der Region stellen die Kompetenzfelder Haus- und Gebäudetechnik (rund 15.000 Beschäftigte), Life Sciences (rund 9.000 Beschäftigte) und Automation (rund 8.000 Beschäftigte) dar. "Innerhalb Niederbayerns werden aufgrund vielfältiger Verflechtungen und Zulieferbeziehungen zahlreiche Wertschöpfungsketten vollständig abgebildet", erläutert Keilbart. Dies trage erheblich zum Wohlstand der Region bei.

Die IHK-Industriestandortkarte und die Broschüre "Industriestandortkarte 2010" können Sie hier herunterladen:

Sie können die Industriestandortkarte auch kostenlos als Plakatdruck bestellen, im großen Format (69 x 54 cm) oder im kleinen Format (41 x 29 cm). Für die Bestellung wenden Sie sich bitte an:

Claudia Schreiner
E-Mail: schreiner.claudia@passau.ihk.de
Telefon: 0851 507-204