Die ersten 100 Tage einer Regierung Trump haben zu tiefen Verwerfungen in den internationalen Handelsbeziehungen geführt. Eine Umfrage der bayerischen IHKs unter den Unternehmen im Freistaat belegt die negativen Auswirkungen und verdeutlicht die große Unsicherheit auf den Weltmärkten infolge der US-Handelspolitik. Alexander Schreiner, der Hauptgeschäftsführer der IHK Niederbayern, erläutert die regionalen Umfrageergebnisse aus der Wirtschaft in Niederbayern: „Lediglich sieben Prozent der befragten niederbayerischen Unternehmen sehen in den USA noch einen verlässlichen Handelspartner. Das markiert einen Tiefpunkt in den gegenseitigen wirtschaftlichen Beziehungen. Dass gleichzeitig 64 Prozent die Frage nach der Verlässlichkeit momentan überhaupt nicht beantworten können, zeigt deutlich die Unsicherheit und Unplanbarkeit, mit der die Unternehmen zu kämpfen haben.“ Besonders negativ sehen die niederbayerischen Betriebe die aggressive Zollpolitik der USA. Rund drei Viertel rechnen mit negativen Folgen der hohen US-Zölle auf ihr Geschäftsmodell, positive Auswirkungen sieht laut Umfrage kein einziges Unternehmen. Weitere Handelshemmnisse sowie die Instabilität der Finanzmärkte sind die größten Risiken, die die Betriebe mit der US-Regierung verbinden. „Gefragt nach ihren Plänen zum USA-Geschäft nehmen viele Unternehmen noch eine abwartende Haltung ein – auch das ist ein Zeichen der hohen Unsicherheit. Mit 56 Prozent bleiben die meisten Befragten bei ihrer bisherigen Strategie, lediglich sechs Prozent wollen ihr Engagement in den USA zurückfahren. Knapp ein Drittel kann die Situation noch gar nicht einschätzen“, berichtet Schreiner.