Wunschliste der Betriebe: Verlässlichkeit, Planbarkeit und Entlastungen bei Steuern, Bürokratie und Energiepreisen
„Erste, leicht verbesserte Aussichten reichen nicht aus, um eine Trendwende einzuleiten. Die Unsicherheit für die künftige wirtschaftliche Entwicklung hält an. Dass sich die Herausforderungen und Probleme der Unternehmen schnell lösen lassen, glaubt in der niederbayerischen Wirtschaft niemand“, lautet die nüchterne Bewertung von IHK-Präsident Thomas Leebmann zur Einordnung der Umfrageergebnisse. Er verweist auf die Risikofaktoren, die die Unternehmen in der Umfrage benennen: „Hohe Kosten, schwache Nachfrage und Arbeitskräftemangel zählen unverändert zu den größten Risiken. Besonders kritisch sehen die Betriebe aber die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, hier verzeichnet die Konjunkturumfrage einen neuen Negativ-Rekord. Gemeint ist mit dieser Bewertung sicherlich auch die US-Handelspolitik, viele unserer Probleme sind aber durchaus hausgemacht“, verdeutlicht Leebmann. Für über ein Drittel der befragten Unternehmen hat die Handelspolitik der USA bereits handfeste negative Folgen, noch mehr Betriebe können diese Auswirkungen aber noch gar nicht absehen und einschätzen. „Verlässlichkeit, Planbarkeit und Entlastungen bei Steuern, Bürokratie und Energiepreisen sind in der aktuellen Phase die wichtigsten Forderungen der Wirtschaft an die Politik. Das richtet sich nicht zuletzt an die neue Bundesregierung. Sie muss verlorengegangenes Vertrauen in die Politik wieder aufbauen. Die Unternehmen warten auf den versprochenen Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik und werden sehr genau beobachten, was die Regierung davon umsetzt“, bekräftigt der IHK-Präsident.