IHK-Präsident sieht Alarmsignale in den Auftrags- und Umsatzzahlen
Hier setzt IHK-Präsident Thomas Leebmann mit seiner Einordnung der Konjunkturumfrage an. Er sieht ein Alarmsignal in den Auftrags- und Umsatzzahlen, die in der Umfrage ebenfalls abgefragt werden. „Die geringe Inlandsnachfrage ist ein Problem für alle Unternehmen, aus dem Ausland geht das Volumen aber ebenso zurück. Sogar aus der nahen Eurozone bleiben Aufträge für die regionalen Betriebe aus. Das zeigt, wie sehr der Wirtschaftsstandort Deutschland im weltweiten Wettbewerb zurückgefallen ist“, kritisiert Leebmann. Er zählt die Negativ-Faktoren auf, die in der IHK-Umfrage noch einmal bestätigt wurden: Bürokratiebelastung, hohe Energie- und Rohstoffpreise, Personalprobleme sowie nicht zuletzt die Arbeitskosten, die wegen der anstehenden Mindestlohnerhöhung und ihren direkten wie indirekten Folgen noch weiter steigen.
„Die Schwäche unserer Wirtschaft ist in Wahrheit eine Schwäche des Standorts. Würden an diesen Punkten und darüber hinaus mutige und entschlossene Reformen durchgesetzt, dann wäre bei unseren Unternehmen vor Ort wieder Luft für Wachstum und Innovation“, bekräftigt der IHK-Präsident.
Fast 400 regionale Unternehmen aller Branchen und Größen wurden für den IHK-Konjunkturbericht befragt.
Eine detaillierte Auswertung der Umfrage ist hier verfügbar.