28.08.2025

Start ins Ausbildungsjahr: Deutliches Minus als Zwischenstand

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© IHK Niederbayern

Zum Start ins neue Ausbildungsjahr am 1. September beginnen in Niederbayern 3.581 junge Menschen eine Berufsausbildung in der gewerblichen Wirtschaft. Gegenüber dem Stichtag im Vorjahr bedeutet das ein Minus von elf Prozent. Die niederbayerische Wirtschaft stellen diese Werte vor erhebliche Probleme, betont Alexander Schreiner, Hauptgeschäftsführer der IHK Niederbayern.

Zum Start ins neue Ausbildungsjahr am 1. September beginnen in Niederbayern 3.581 junge Menschen eine Berufsausbildung in der gewerblichen Wirtschaft. Gegenüber dem Stichtag im Vorjahr bedeutet das ein Minus von elf Prozent. Die niederbayerische Wirtschaft stellen diese Werte vor erhebliche Probleme, betont Alexander Schreiner, Hauptgeschäftsführer der IHK Niederbayern: „Gerade angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage brauchen die Unternehmen die richtigen, passenden Kräfte, um die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen. Für die niederbayerischen Betriebe sind das vor allem die Fachkräfte aus der beruflichen Bildung, die ihre Karriere mit einer dualen Berufsausbildung starten. Dieser Fachkräftenachwuchs bleibt jetzt viel zu häufig aus.“

Demographische Entwicklung und ausgefallener Abiturjahrgang machen sich bemerkbar

Als einen wichtigen Grund für den Abwärtstrend in der Ausbildung nennt Schreiner die demografische Entwicklung – eine geringe Zahl an Schulabgängern bedeutet auch weniger mögliche Bewerber für die Ausbildungsstellen in Niederbayern. Auch der ausgefallene Abiturjahrgang aufgrund der Umstellung von G8 auf G9 spielt eine Rolle. Im vergangenen Jahr lag der Anteil der Ausbildungsstarter mit Hochschulreife in den niederbayerischen IHK-Betrieben bei 16 Prozent, dieser Anteil fällt nun nahezu komplett weg. Zuwachs verzeichnet die IHK hingegen bei Auszubildenden ohne deutschen Pass. Der Anteil der ausländischen Auszubildenden nimmt in Niederbayern kontinuierlich und lag zuletzt bei 13 Prozent. „Beispielsweise für die Hotel- und Gastrobranche werden die Auszubildenden aus dem Ausland immer wichtiger – trotz bestehender Hürden wie etwa dem Spracherwerb oder dem enormen Bürokratieaufwand bei der Anstellung von Auszubildenden aus Drittstaaten“, sagt Schreiner.

IHK-Hauptgeschäftsführer Alexander Schreiner: "Jetzt beginnt die Aufholjagd"

2.379 aktive Ausbildungsbetriebe und insgesamt rund 11.000 Ausbildungsverhältnisse gibt es aktuell in Industrie, Handel und Dienstleistungen im IHK-Bezirk Niederbayern. Die Rückgänge bei den Erstausbildungen treffen nun nahezu alle Branchen. Ein Plus gibt es lediglich bei der Ausbildung in den Bereichen Banken, Versicherungen und Verkehr. Die stärksten Rückgänge verzeichnet die Industrie. Was dem IHK-Hauptgeschäftsführer bei allen aktuellen Zahlen aber wichtig ist: „Wir sprechen von einem Zwischenstand. Der 1. September ist keine Deadline, im Gegenteil. Die niederbayerischen Betriebe sind weiterhin auf der Suche nach neuen Auszubildenden und ermöglichen jungen Menschen jederzeit den Start in die berufliche Ausbildung. Deswegen beginnt jetzt eine Aufholjagd, um die Zahlen bis Jahresende noch zu verbessern.“ Dass dies eine realistische Perspektive ist, zeigt der Vergleich mit dem Vorjahr: Vom 1. September bis Jahresende hatten 2024 die Erstausbildungen noch um sieben Prozent zugelegt. Die IHK unterstützt daher die Unternehmen bei der Suche nach neuen Azubis und fördert die berufliche Bildung mit unterschiedlichen Projekten, Kampagnen und Initiativen. Dazu gehören etwa die IHK-AusbildungsScouts als Ausbildungsbotschafter in den Schulen oder Social Media-Kampagnen, die sich direkt an die Jugendlichen richten. Unter anderem mit Elternabenden oder gezielten Lehrerfortbildungen spricht die IHK diese wichtigen Mitentscheider für den beruflichen Karriereweg an. Und auch Studienzweifler sollen mit gezielten Angeboten für eine Ausbildung gewonnen werden.

Bewerberlücke in der Ausbildung reißt weiter auf

2.379 aktive Ausbildungsbetriebe und insgesamt rund 11.000 Ausbildungsverhältnisse gibt es aktuell in Industrie, Handel und Dienstleistungen im IHK-Bezirk Niederbayern. Die Rückgänge bei den Erstausbildungen treffen nun nahezu alle Branchen. Ein Plus gibt es lediglich bei der Ausbildung in den Bereichen Banken, Versicherungen und Verkehr. Die stärksten Rückgänge verzeichnet die Industrie. Was dem IHK-Hauptgeschäftsführer bei allen aktuellen Zahlen aber wichtig ist: „Wir sprechen von einem Zwischenstand. Der 1. September ist keine Deadline, im Gegenteil. Die niederbayerischen Betriebe sind weiterhin auf der Suche nach neuen Auszubildenden und ermöglichen jungen Menschen jederzeit den Start in die berufliche Ausbildung. Deswegen beginnt jetzt eine Aufholjagd, um die Zahlen bis Jahresende noch zu verbessern.“ Dass dies eine realistische Perspektive ist, zeigt der Vergleich mit dem Vorjahr: Vom 1. September bis Jahresende hatten 2024 die Erstausbildungen noch um sieben Prozent zugelegt. Die IHK unterstützt daher die Unternehmen bei der Suche nach neuen Azubis und fördert die berufliche Bildung mit unterschiedlichen Projekten, Kampagnen und Initiativen. Dazu gehören etwa die IHK-AusbildungsScouts als Ausbildungsbotschafter in den Schulen oder Social Media-Kampagnen, die sich direkt an die Jugendlichen richten. Unter anderem mit Elternabenden oder gezielten Lehrerfortbildungen spricht die IHK diese wichtigen Mitentscheider für den beruflichen Karriereweg an. Und auch Studienzweifler sollen mit gezielten Angeboten für eine Ausbildung gewonnen werden.

Karl Heinz Friedrich

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