IHK-Hauptgeschäftsführer Alexander Schreiner: "Jetzt beginnt die Aufholjagd"
2.379 aktive Ausbildungsbetriebe und insgesamt rund 11.000 Ausbildungsverhältnisse gibt es aktuell in Industrie, Handel und Dienstleistungen im IHK-Bezirk Niederbayern. Die Rückgänge bei den Erstausbildungen treffen nun nahezu alle Branchen. Ein Plus gibt es lediglich bei der Ausbildung in den Bereichen Banken, Versicherungen und Verkehr. Die stärksten Rückgänge verzeichnet die Industrie. Was dem IHK-Hauptgeschäftsführer bei allen aktuellen Zahlen aber wichtig ist: „Wir sprechen von einem Zwischenstand. Der 1. September ist keine Deadline, im Gegenteil. Die niederbayerischen Betriebe sind weiterhin auf der Suche nach neuen Auszubildenden und ermöglichen jungen Menschen jederzeit den Start in die berufliche Ausbildung. Deswegen beginnt jetzt eine Aufholjagd, um die Zahlen bis Jahresende noch zu verbessern.“ Dass dies eine realistische Perspektive ist, zeigt der Vergleich mit dem Vorjahr: Vom 1. September bis Jahresende hatten 2024 die Erstausbildungen noch um sieben Prozent zugelegt. Die IHK unterstützt daher die Unternehmen bei der Suche nach neuen Azubis und fördert die berufliche Bildung mit unterschiedlichen Projekten, Kampagnen und Initiativen. Dazu gehören etwa die IHK-AusbildungsScouts als Ausbildungsbotschafter in den Schulen oder Social Media-Kampagnen, die sich direkt an die Jugendlichen richten. Unter anderem mit Elternabenden oder gezielten Lehrerfortbildungen spricht die IHK diese wichtigen Mitentscheider für den beruflichen Karriereweg an. Und auch Studienzweifler sollen mit gezielten Angeboten für eine Ausbildung gewonnen werden.