Die einen haben zum ersten Mal überhaupt einen Auszubildenden, die anderen regelmäßig über 50. Die einen wollen sich „künftig auch mal mit KI befassen“, die anderen haben eigene Arbeitsplätze dafür im Unternehmen eingerichtet. Gemeinsam war allen 250 Teilnehmern des IHK Ausbildertags die Erkenntnis, dass die Ausbildung auch in ihren Betrieben in Zukunft komplett anders aussehen wird als heute. „Zum einen geht es um Resilienz und mentale Gesundheit – also darum, wie wir junge Menschen in einer oft unruhigen, digitalen und komplexen Welt stärken können. Und zum anderen geht es um KI und das ,Lernen der Zukunft‘ – ein Thema, das für die duale Ausbildung gerade neue Räume eröffnet“, sagte Karl Heinz Friedrich, IHK-Bereichsleiter Berufliche Bildung.
„Alle neuen Ausbildungsordnungen sehen vor, dass Auszubildende mit digitalen Medien selbstgesteuert lernen sollen. Und in einer Wissensökonomie, in der sich Wissen in immer kürzeren Zyklen verändert und in der jede Information nur einen Klick entfernt ist, macht das absolut Sinn. Die Aufgabe der Ausbilderinnen und Ausbilder verändert sich dadurch spürbar: Sie werden immer mehr zu Lernprozessbegleitern. Also zu Menschen, die Orientierung geben, Strukturen schaffen und junge Menschen befähigen, selbst Verantwortung für ihren Lernprozess zu übernehmen“, so Friedrich weiter. Wie es aussieht, wenn Jugendliche Verantwortung übernehmen, weiß Sabine Marx von der IHK. Sie präsentierte die Projekte IHK AusbildungsScouts und IHK KarriereScouts, in denen Azubis kompetent für die Berufliche Bildung werben und als „Unternehmensbotschafter“ auftreten.