Bereits in seiner Begrüßung machte BIHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl die Bedeutung erfolgreicher Nachfolgeregelungen für den Wirtschaftsstandort Bayern deutlich. Gelebtes Unternehmertum sei ein entscheidender Garant für die wirtschaftliche Zukunft des Freistaats. Gleichzeitig warnte er davor, die Übergabe zu lange hinauszuzögern oder notwendige externe Unterstützung zu spät einzubinden.
Auch Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger betonte die Relevanz frühzeitiger und sichtbarer Nachfolgeperspektiven. Besonders Kooperationen zwischen etablierten mittelständischen Unternehmen und Start-ups böten großes Potenzial für Innovationen. „Innovation durch Kooperation“ sei dabei ein zentraler Ansatz, um Nachfolgeprozesse zukunftsfähig zu gestalten.
Wichtige Erkenntnisse lieferte zudem Prof. Dr. Marcel Hülsbeck mit den Ergebnissen des sogenannten Nachfolgeradars. Demnach entscheidet nicht allein die finanzielle Ausgangslage über den Erfolg einer Unternehmensnachfolge. Ausschlaggebend seien vielmehr eine frühzeitige Planung, die Zufriedenheit der Nachfolgerinnen und Nachfolger sowie die Fähigkeit der Übergebenden, Verantwortung aktiv abzugeben. Emotionale Faktoren und unternehmerisches Mindset hätten dabei einen ebenso großen Einfluss wie wirtschaftliche Kennzahlen.
In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Hubert Aiwanger, Prof. Dr. Marcel Hülsbeck, Christian Mohr, Prof. Dr. Klaus Sailer und Manfred Gößl herrschte Einigkeit darüber, dass Nachfolgeprozesse früher angestoßen, transparenter gestaltet und professionell begleitet werden müssen. Unternehmensnachfolge sei eine zentrale Zukunftsfrage für Bayern und erfordere ein enges Zusammenspiel von Wirtschaft, Politik, Kammern und Beratungseinrichtungen.
Weitere Impulse rund um erfolgreiche Nachfolgelösungen lieferten unter anderem Elisabeth HIntermann von der Mühldorfer GmbH & Co. KG.