Unternehmer fordern von Bundesregierung mehr Tempo und mehr Mut zu Reformen
„In den Unternehmen herrscht Resignation, nicht zuletzt in der niederbayerischen Schlüsselbranche Industrie. Aus Sicht der Unternehmen geht zu wenig voran, sie fordern von der Bundesregierung mehr Tempo und mehr Mut zu Reformen“, verdeutlichte IHK-Hauptgeschäftsführer Alexander Schreiner. Vom angekündigten „Herbst der Reformen“ sei nicht viel übriggeblieben, Vertrauen in den Standort gehe verloren. Koller hob die gemeinsamen Linien zwischen Wirtschaft und Regierung hervor, verschwieg aber nicht die Probleme. Nur ein Beispiel: die immer weiter steigenden Arbeits- und Sozialkosten, die wie ein Hemmschuh für die unternehmerische Entwicklung wirken. „Zur Ehrlichkeit gehört: Mit mehr Sozialleistungen, mit höheren Lohnforderungen und gleichzeitig mit weniger Arbeit werden wir die Trendwende nicht schaffen“, sagte Koller. Auch Schreiner kritisierte, dass das Steuer- und Sozialsystem zu wenig Anreize setze, mehr zu arbeiten statt weniger. „Wir haben kein Problem mit der Zahl der Erwerbstätigen, wir haben ein Problem mit den geleisteten Stunden“, betonte der IHK-Hauptgeschäftsführer.