Fünf der niederbayerischen Landesbesten sind sogar deutschlandsweit die Besten in ihrem Beruf. Sie setzten sich somit unter rund 250.000 Auszubildenden durch, die 2025 ihre Abschlussprüfungen bei einer deutschen Industrie- und Handelskammer abgelegt haben. Darunter waren viele gute Ergebnisse, aber 211 junge Frauen und Männer haben das Besondere geschafft und als bundesweit Beste ihres Fachs abgeschlossen. Unterihnen sind eben fünf Vertreter, die in Betrieben im IHK-Bezirk Niederbayern ausgebildet wurden.
Deutschlands beste Auszubildende aus dem IHK-Bezirk Niederbayern mit ihren Berufsabschlüssen und Ausbildungsbetrieben:
- Julia Brandstetter, Fahrzeuglackiererin (BMW Group Werk Dingolfing)
- Julia Esterl, Fahrzeuginterieur-Mechanikerin (BMW Group Werk Dingolfing)
- Meike Haarz, Gießereimechanikerin (BMW Group Werk Landshut)
- Moritz Kraus, Konstruktionsmechaniker (MAX STREICHER, Deggendorf)
- Sabrina Pertler, Verfahrensmechanikerin für Brillenoptik (Rodenstock, Regen)
Bei einer Veranstaltung in Berlin wurden alle Bundesbesten für ihren herausragenden Erfolg ausgezeichnet. Peter Adrian, Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer, und Bundesbildungsministerin Karin Prien gratulierten den Ausgezeichneten. Die Ministerin hob dabei den hohen Wert der dualen Ausbildung in Schule und Betrieb hervor – gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten: „Wenn wir Bildung und Beruf von Anfang an zusammen denken, können wir dem Fachkräftemangel nachhaltig begegnen. So sichern wir Zukunftschancen für jede und jeden – und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes“, sagte Prien. Auch Adrian sprach den Bundesbesten seine persönliche Anerkennung für einen großartigen Erfolg in turbulenten Zeiten aus. Die Wirtschaft sei auf solche Talente angewiesen, bekräftigte der DIHK-Präsident, deswegen müsse der Berufsorientierung in den Schulen ein hoher Stellenwert eingeräumt werden, um mehr junge Leute für einen Karrierestart mit Berufsausbildung zu begeistern.
Hier setzt auch die IHK Niederbayern mit Projekten, Kampagnen und Initiativen an. Die Zielgruppe der Schüler erreichen etwa die IHK-AusbildungsScouts – junge Azubis, die in den Schulklassen authentisch und auf Augenhöhe von ihrer Ausbildung berichten. Was das „Lebensgefühl Ausbildung“ ausmacht, vermitteln unterschiedliche Social Media-Kampagnen, an denen sich Betriebe und Azubis direkt beteiligen können. Und beispielsweise Studienzweifler werden mit gezielten Informationen und Angeboten abgeholt, um sie für die berufliche Bildung zu gewinnen. Alexander Schreiner, der Hauptgeschäftsführer der IHK Niederbayern, ist überzeugt, dass sich mit solchen sowie weiteren Maßnahmen auch in Zukunft Spitzen-Azubis aus Niederbayern gewinnen lassen: „Auch wenn es schwieriger geworden ist – die niederbayerischen Ausbildungsbetriebe lassen nicht locker, bemühen sich mehr denn je um ihre Auszubildenden und investieren viel Herzblut in die Ausbildung der jungen Leute, gemeinsam mit den Berufsschulen. Diese Leistung zeigt sich in einem insgesamt sehr hohen Ausbildungsniveau, über alle Branchen hinweg“, betont Schreiner.