Für das „Energiewendebarometer“ fragt die IHK-Organisation die Unternehmen einmal im Jahr nach den Chancen und Risiken, die sie mit der Energiewende verbinden. Die aktuelle Umfragerunde hat gezeigt: Infrastrukturprobleme, fehlende Planbarkeit und hohe Preise bremsen nicht nur die Energiewende aus, sie schaden der Wirtschaft. Das gilt im bundesweiten Schnitt wie in der Region. Mit 49 Prozent bewertet fast die Hälfte der Unternehmen im IHK-Bezirk Niederbayern die Auswirkungen der Energiewende auf ihre Wettbewerbsfähigkeit als „negativ“ oder sogar „sehr negativ“. Dem stehen lediglich elf Prozent der Betriebe gegenüber, die die Energiewende (sehr) positiv einschätzen. Die bundesweiten Ergebnisse sind nicht viel besser. „Seit dem Jahr 2018 sind die Einschätzungen der Betriebe im Energiewendebarometer nicht nur durchgehend negativ, die Bewertungen sanken sogar von Jahr zu Jahr immer weiter ab – bis zum Tiefpunkt im Jahr 2023. Aktuell steht das Barometer weiter im roten Bereich. Die Werte sind nicht besser, sondern nur etwas weniger schlecht“, sagt Alexander Schreiner, Hauptgeschäftsführer der IHK Niederbayern, zu den Umfrageergebnissen.