Ausbildung führt zum Wunschberuf
Wenn sich junge Menschen einmal für die berufliche Ausbildung entschieden haben, zeigen sie sich von diesem Weg überzeugt. Schreiner verdeutlicht das mit den Niederbayern-Ergebnissen der aktuellen IHK-Auszubildendenumfrage. „80 Prozent der befragten Azubis sehen die Ausbildung als gute Basis für das weitere Berufsleben, 71 Prozent haben mit der Ausbildung ihren Wunschberuf gefunden. Das spricht für die hohe Qualität der beruflichen Bildung, zeigt aber auch, wie wichtig das Thema Berufsorientierung ist.“ Die Vielfalt und die Vorzüge der Ausbildung müssen bei den Jugendlichen und ihren Eltern noch besser bekannt gemacht werden, betont Schreiner. Denn gerade bei den Fachkräften mit beruflicher Aus- und Weiterbildung herrsche in den Betrieben der größte Mangel – weniger bei Akademikern. „Da gleichzeitig der Trend zum Studium anhält, bedeutet das: Wir bilden derzeit am Bedarf der Wirtschaft vorbei aus“, kritisiert Schreiner.
Hier hakt die IHK mit unterschiedlichen Projekten, Kampagnen und Initiativen ein. Die Zielgruppe der Schüler erreichen etwa die IHK-AusbildungsScouts – junge Azubis, die in den Schulklassen authentisch und auf Augenhöhe von ihrer Ausbildung berichten. Was das „Lebensgefühl Ausbildung“ ausmacht, vermitteln unterschiedliche Social Media-Kampagnen, an denen sich Betriebe und Azubis auch selbst beteiligen können. Und beispielsweise Studienzweifler werden mit gezielten Informationen und Angeboten „abgeholt“, um sie für die berufliche Bildung zu gewinnen. Die Unternehmen unterstützt die IHK mit Beratung, Informationen und Workshops, um neue Wege bei der Suche nach Auszubildenden und Fachkräften zu erschließen. Die Bandbreite reicht dabei vom WhatsApp-Praktikum bis zum „Azubi-Influencer“, bewährte Instrumente wie beispielsweise der Auftritt auf Ausbildungsmessen oder das Angebot von Praktika gehören aber ebenso dazu.