Personal- und Fachkräftemangel ist weiterhin eines der größten Probleme der Branche
Der vierte und vielleicht wichtigste Punkt war aber auch beim TVO-Experten: die eigenen Mitarbeiter. Der Personal- und Fachkräftemangel ist weiterhin eines der größten Probleme der Branche, das hatte die IHK-Umfrage zuletzt bestätigt. Gerade erfolgreiche Unternehmen bieten ihrem Personal daher sehr gute Perspektiven und attraktive Bedingungen, wie Praxisbeispiele aus der Diskussion im Ausschuss zeigten. Die Spannbreite reichte hier von „gesunder Führung“ über hochwertige Mitarbeiterwohnungen bis hin zur „Produktakademie Tourismus“ – einer neuen Initiative der IHK in Zusammenarbeit mit namhaften Hotelbetrieben in der Region, um ein gezieltes Personalentwicklungskonzept für Aus- und Fortbildung im Tourismus anbieten zu können. Daneben ist die Tourismusbranche außerdem auf gezielte Zuwanderung aus dem Ausland angewiesen, um Auszubildende und Fachkräfte zu gewinnen. Ein gerade entstehendes Netzwerk der IHK soll hier den Zugang erleichtern, bürokratische Hürden abbauen und die beteiligten Akteure besser miteinander vernetzen – von den Ausländerbehörden über die Arbeitsagenturen bis zu den Botschaften im Ausland. Diesen Ansatz stellte in Deggendorf IHK-Fachkräfteberaterin Lisa Abiatar vor. Sie brachte auch die Zusammenarbeit mit den Auslandshandelskammern ins Spiel und konnte auf erste, erfolgreiche IHK-Projekte zur Anwerbung von Interessenten für die Arbeit im Tourismus verweisen, die Länder wie Ghana, Brasilien, Vietnam oder Indien im Fokus haben. Dass dieser Weg einer von vielen Bausteinen zur Fachkräftesicherung im Tourismus sein muss, darin waren sich alle Betriebe im Ausschuss einig.