Der Wahlkampf für die Bundestagswahl geht in den Endspurt – die Wirtschaft will sich hier mit klaren Forderungen und Positionen einbringen, betont Thomas Leebmann, Präsident der IHK Niederbayern. Dafür schauen die Unternehmer nach vorn und bringen deutlich zum Ausdruck, was sie von einer kommenden Regierung erwarten: „Der Wirtschaftsstandort steckt in der Krise. Wachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit sind rückläufig. Eine neue Bundesregierung muss eine Kehrtwende in der Wirtschaftspolitik vollziehen, denn eine solide Wirtschaft ist die Grundlage für alle anderen Vorhaben und Pläne“, bekräftigt Leebmann. Er verweist auf die Ergebnisse des aktuellen IHK-Unternehmensbarometers zur Bundestagswahl, einer Umfrage unter niederbayerischen Unternehmen aller Branchen und Größen. Im Vergleich zur vorherigen Bundestagswahl im Herbst 2021, mitten in der Corona-Krise, haben sich die Bedingungen für die Wirtschaft demnach nicht verbessert – im Gegenteil. Für 92 Prozent und damit für nahezu jedes der befragten Unternehmen hat die Bürokratiebelastung über die vergangenen vier Jahre noch weiter zugenommen. 88 Prozent sehen keine Verlässlichkeit mehr in der Wirtschaftspolitik und 84 Prozent kritisieren die seit 2021 enorm gestiegenen Arbeitskosten.