IHK-Hauptgeschäftsführer Schreiner: Berufliche Bildung muss gestärkt werden
Kritisch sieht der IHK-Hauptgeschäftsführer daher die Strategie einiger Hochschulen, mit immer mehr hochspezialisierten Abschlüssen sowie mit einem starken Fokus auf Studenten aus dem Ausland die Studierendenzahlen hochzuhalten. „Aus Sicht der Wirtschaft muss es das Ziel sein, für den Bedarf der Betriebe auszubilden. Alles andere gefährdet den Erhalt von Arbeitsplätzen und Unternehmen in unserer Region. Akademiker mit unklarer Nischenqualifikation oder Absolventen, die nach einem Studium in Deutschland ihre Karriere in den Heimatländern fortführen, stärken unseren Wirtschaftsstandort nicht“, betont Schreiner. Wichtig sei hingegen in Politik und Gesellschaft, in den Schulen sowie in den Elternhäusern die hohe Bedeutung der beruflichen Bildung für die regionale Wirtschaft zu verdeutlichen, die vielfältigen Möglichkeiten dieses Bildungswegs vorzustellen und die damit verbundenen Verdienst- und Karrierechancen besser zu vermitteln. „Daran arbeitet die IHK gemeinsam mit den Unternehmen, durch Information und Beratung, durch Berufsorientierung, durch Kampagnen und auch mit politischer Überzeugungsarbeit“, sagt Schreiner abschließend.