Digitalisierungsumfrage zeigt Aufholbedarf bei Schutzmaßnahmen
Die bayerischen Ergebnisse der Digitalisierungsumfrage zeigen, dass es bei den Schutzmaßnahmen deutliche Unterschiede zwischen den Betrieben gibt. Während 82 Prozent der Unternehmen mit mehr 250 Beschäftigen angeben, Risikoanalysen über mögliche Sicherheitslücken oder IT-Notfälle durchzuführen, sind es bei den Betrieben mit weniger als 250 Beschäftigten nur 52 Prozent. Auch bei Mitarbeiterschulungen hinken die kleinen und mittleren Unternehmen deutlich hinterher: Nur 48 Prozent der befragten Firmen schulen ihre Angestellten regelmäßig in Fragen der IT-Sicherheit, bei den Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten führen 85 Prozent regelmäßig solche Schulungen durch.
In jeweils rund 30 Prozent der Fälle zielen die Cyberangriffe auf Betrug, Spionage, Datendiebstahl und Lösegelderpressung durch Verschlüsselung der Daten oder Netzwerke ab. Neben den Unternehmen selbst müsse auch die Politik mehr zum Schutz vor Angriffen auf die IT beitragen, fordert der BIHK. „Gerade die kleinen Betriebe können einem Angriff hilflos ausgeliefert sein, wenn sie sich nicht richtig schützen. Deshalb brauchen sie noch mehr Unterstützung. Die bayerischen IHKs informieren und schulen zusammen mit den bayerischen Staatsministerien und den Sicherheitsbehörden bereits viele Unternehmen und geben Handreichungen für den Fall der Fälle. Aber wir alle sind gefordert, noch mehr zu leisten und uns gemeinsam gegen die Angriffe zu wehren.“ Cyberangriffe seien eine erhebliche Gefahr für den Wirtschaftsstandort, so der BIHK-Hauptgeschäftsführer.