05.03.2026

Kaufzurückhaltung stellt Händler vor große Herausforderungen

Beim Treffen des IHK-Handelsausschusses im neuen IHK-Standort Landshut – dem „Haus der Wirtschaft“ – sprachen die Unternehmer offen über die Realität: Weniger Umsatz, steigende Kosten und wachsende Bürokratie stellen den Handel zunehmend vor Herausforderungen.

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Die Mitglieder des IHK-Handelsausschusses um Vorsitzende Petra Steinberger (vorne 6.v.l.) diskutierten über die Herausforderungen des lokalen Handels – zuvorderst ist hier die Kaufzurückhaltung zu nennen.

Die Regale sind gut gefüllt, die Schaufenster liebevoll dekoriert – doch die Kundschaft bleibt vorsichtig. Beim Treffen des IHK-Handelsausschusses im neuen IHK-Standort Landshut – dem „Haus der Wirtschaft“ – sprachen die Unternehmer offen über diese Realität: Weniger Umsatz, steigende Kosten und wachsende Bürokratie stellen den Handel zunehmend vor Herausforderungen.

Neben der Kaufzurückhaltung der Kunden belastet auch die Bürokratie die Kunden

Bei den Berichten aus den Betrieben zeigte sich, dass dem Großteil der Händler die Kaufzurückhaltung zu schaffen macht. „Der Wettbewerb um Kunden ist härter denn je. Um erfolgreich zu sein, müssen wir noch stärker auf Service setzen und unsere Geschäfte attraktiv gestalten“, fasste Petra Steinberger, Vorsitzende des IHK-Fachausschusses Handel, die Situation zusammen. Diese Einschätzung deckt sich mit den Ergebnissen der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage, die eine schwache Inlandnachfrage und steigende Kosten für die Betriebe zeigt.

Darüber hinaus wiesen die Mitglieder des Handelsausschusses auf die zunehmenden regulatorischen Belastungen hin, die steigende Bürokratie setze den Händlern massiv zu. Die neue Verpackungsordnung sei nur ein Beispiel, wie Vorschriften zusätzlichen Aufwand erzeugen, statt die Prozesse zu erleichtern. Wie die Sitzung zeigte, betrifft der hohe Bürokratieaufwand alle Händler – egal ob sie einen Laden oder ein Online-Geschäft führen und ob sie Kleidung, Kraftstoffe, Medizinprodukte oder etwas anderes verkaufen.

Verkaufspsychologe liefert Impulse für kaufmotivierende Verkaufsräume

Unterstützt wurde die Diskussion durch einen Impulsvortrag von Stefan Suchanek (aesthetics driven decisions). Der Experte für Verkaufspsychologie zeigte auf, wie Händler ihre Verkaufsräume gestalten können, um Kunden zum Kauf zu motivieren. Dabei spielen Faktoren wie ansprechende Dekoration, Atmosphäre, Duft und Licht sowie der gezielte Einsatz von Symmetrien und Kontrasten eine Rolle. „Wer es schafft, dass sich Kunden in der Umgebung wohlfühlen und emotional angesprochen werden, erhöht die Bereitschaft, Geld auszugeben“, erklärte Suchanek.