24.03.2026

BIHK: Handelsabkommen mit Australien ist Meilenstein

Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) bezeichnet das von der EU abgeschlossene Handelsabkommen mit Australien als Meilenstein und wichtigen Durchbruch, insbesondere für die Rohstoffversorgung der Industrie in EU und auch im Freistaat.

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Dazu ist das Exportpotenzial für die bayerische Wirtschaft auf dem fünften Kontinent mit seiner leistungsfähigen und dynamischen Volkswirtschaft beträchtlich“, betont BIHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl.

Mit wichtigen Reserven bei 23 der 37 von der EU-Kommission als kritisch eingestuften Rohstoffe kann Australien nach BIHK-Einschätzung eine Schlüsselrolle im Aufbau diversifizierter Lieferketten in den Zukunftsbereichen Batterien, Digitalisierung und Sicherheit spielen. Insbesondere bei Nickel, Kobalt und Lithium und anderen Seltenen Erden könnte sich Australien neben China zu einem Hauptlieferanten entwickeln.

Bislang erzielt Bayern in den Wirtschaftsbeziehungen einen Handelsüberschuss mit Australien: Zuletzt gingen Waren im Wert von 1,6 Milliarden Euro aus Bayern nach Australien, darunter vor allem Kraftfahrzeuge, Maschinen und elektrische Ausrüstungen (2025). Im Gegenzug importierten bayerische Unternehmen Waren im Wert von 180 Millionen Euro, darunter ohne klare Spitzenreiter chemische Erzeugnisse und Elektronik.

„Am derzeitigen Handelsvolumen gemessen ist der Stellenwert des Abkommens mit Australien zwar realistisch niedriger als die EU-Abkommen mit Mercosur und Indien, für unsere Versorgung mit kritischen Rohstoffen wird es aber eine herausragende Rolle spielen. Zusätzlich ist es ein gutes Zeichen, dass die EU immer besser ihrem Auftrag nachkommt, weltweit Handelsabkommen unter Dach und Fach zu bringen. Das ist ein gutes Signal für die bayerische Exportwirtschaft“, so Gößl.