Gewerbeimmobilien in Rottal-Inn: Große Preisunterschiede in der Region
IHK veröffentlicht Neuauflage des Gewerbeimmobilienberichts für den Landkreis
Was sind Gewerbeimmobilien im Landkreis Rottal-Inn wert? Und mit welchen Kauf- oder Mietpreisen müssen Unternehmen in der Region rechnen? Antworten auf diese Fragen liefert der Gewerbeimmobilienmarktbericht der IHK Niederbayern, der jetzt in einer aktualisierten Regionalauflage vorliegt. „Der neue Bericht sorgt für Transparenz im Immobilienmarkt und ist damit eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Unternehmer, Vermieter, Immobilienbesitzer und viele andere. Flächendeckend und in dieser Tiefe gibt es nichts Vergleichbares“, betont IHK-Vizepräsidentin Michaela Baumgartner.
Für den Gewerbeimmobilienmarktbericht hat das unabhängige Forschungsinstitut empirica im Auftrag der IHK die Kauf- und Mietpreise im Landkreis genau unter die Lupe genommen, unterteilt in die Kategorien Büro, Handel sowie Produktion und Logistik. Der Bericht wird alle zwei Jahre neu aufgelegt, daher lässt sich die Preisentwicklung gut nachvollziehen. Beispielsweise im Einzelhandel werden demnach heute in Rottal-Inn höhere Preise aufgerufen als noch vor fünf Jahren. Die Dynamik hat sich zuletzt jedoch spürbar abgeschwächt. „Die sinkende Konsumlaune und das veränderte Kaufverhalten stellen den stationären Handel vor große Herausforderungen – das wirkt sich auf den Immobilienmarkt aus. Spitzenpreise lassen sich für Handelsflächen heute nicht mehr erzielen. Das ist in unserem Landkreis nicht anders als in vergleichbaren Regionen im IHK-Bezirk“, sagt dazu Baumgartner. Ebenfalls gestiegen sind die durchschnittlichen Mieten für Büroflächen in Rottal-Inn, die regionalen Unterschiede sind allerdings erheblich: In den kleineren Landkreisgemeinden liegt das Preisniveau deutlich niedriger als in Kommunen mit über 5.000 Einwohnern. Eine große Bandbreite zeigt sich schließlich auch bei Produktions-, Lager- und Logistikflächen. Die Mietpreise schwanken von etwa 2,50 Euro bis über sieben Euro pro Quadratmeter. Neben Kriterien wie Lage oder Zustand einer Immobilie ist vor allem die Verkehrsinfrastruktur preisentscheidend: „Für Produktions- und Logistikbetriebe ist eine gute Verkehrsanbindung unverzichtbar. In unserem Landkreis gibt es bei den Verkehrswegen aber einigen Ausbaubedarf. Das hat Auswirkungen auf die Preise“, erklärt Baumgartner diese Unterschiede.
Für genauere Auswertungen und vor allem für die konkreten Preise in Euro pro Quadratmeter verweist Baumgartner auf die Regionalausgabe des Gewerbeimmobilienmarktberichts, der über die IHK bezogen werden kann. Wichtig sei außerdem der Hinweis, dass die Berichtsdaten keineswegs als Preisempfehlung der IHK zu verstehen sind, sondern als eine Marktanalyse: „Der Bericht kann Orientierung geben, der konkrete Marktpreis wird im Einzelfall aber immer durch Angebot und Nachfrage bestimmt“, verdeutlicht die Vizepräsidentin.
Der Gewerbeimmobilienmarktbericht ist Teil des Info- und Beratungsangebots der IHK rund um den Bereich Standort. Dazu gehören weitere Leistungen wie etwa das Standortportal Bayern, über das sich freie Flächen und Immobilien recherchieren lassen, die Beratung zur Standortwahl, die Suche nach Sachverständigen für Gebäude und Grund oder Hilfe bei rechtlichen Fragen zu Gewerbemieten und -mietverträgen. Weiterführende Informationen sowie ein Bestellformular für den Gewerbeimmobilienmarktbericht finden sich auf der IHK-Website unter: www.ihk-niederbayern.de/gewerbemietspiegel