In seiner Eröffnung betonte DIHK-Präsident Adrian ihnen gegenüber: „Wenn Wirtschaften nicht einfacher wird, wie wollen wir dann noch junge Menschen davon überzeugen, ein Unternehmen zu gründen oder ein bestehendes Unternehmen zu übernehmen?“ Die Weltwirtschaft sei seit 2019 trotz aller Schwierigkeiten insgesamt rund 19 Prozent gewachsen. Im einst wirtschaftlich, technologisch und gesellschaftlich starken Deutschland habe es im gleichen Zeitraum regelrecht ein Nullwachstum gegeben, so Adrian. „Und wir kommen auch weiterhin nicht vom Fleck.“
Der Iran-Krieg sei nicht alleinige Ursache für die Lage: „Deutschland ist in vielen Bereichen zu träge, zu langsam und zu kompliziert geworden. Investitionen wandern ab, Unternehmen entscheiden sich zunehmend für andere Standorte, weil dort schneller entschieden und pragmatischer gehandelt wird.“ Gerade in der Krise zeigten sich die Schwächen und Fehlentwicklungen besonders deutlich. „Das gilt für ausufernde Bürokratie, eine fehlgeleitete Klima- und Energiepolitik, zu hohe Arbeits- und Sozialversicherungskosten und – last but not least – überzogene Unternehmenssteuern“, verdeutlichte Adrian. Sein Fazit lautete: „Wir wollen und müssen zurück auf die Erfolgsspur. Wir brauchen einen neuen Aufbruch.“