Die Kraftwerksgruppe „Grenzkraftwerke“, zu der unter anderem die Wasserkraftwerke Jochenstein und Passau-Ingling gehören, ist der diesjährige niederbayerische Preisträger des Cross Border Awards. Die gemeinsame Auszeichnung der IHK Niederbayern mit den Wirtschaftskammern in Oberösterreich und Südböhmen wird an Unternehmen und Einrichtungen vergeben, die in der Dreiländerregion erfolgreich grenzüberschreitend zusammenarbeiten. Die Grenzkraftwerke stehen in besonderer Weise für diese Idee, betonte der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Graupe bei der Preisverleihung Mitte dieser Woche im tschechischen Vyšší Brod. Er überreichte den Glaspokal für den Cross Border Award an Peter Herzog und Christian Rucker als Vertreter der Grenzkraftwerke.
Der Cross Border Award verdeutliche die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft in der Dreiländerregion sowie das Zusammenwachsen zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum, führte Graupe aus. Im Fall der Grenzkraftwerke würdige die Auszeichnung die langjährige Wasserkraftpartnerschaft mit Oberösterreich sowie das nachhaltige Engagement für eine sichere, regionale Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen. Die Kraftwerksgruppe stellt die Betriebsführung für die zugehörigen Versorgungsunternehmen auf deutscher wie österreichischer Seite. Die Gruppe betreibt 22 Laufwasserkraftwerke in der bayerisch-österreichischen Grenzregion, die zusammen rund 1,8 Millionen Haushalte mit CO2-freiem Strom versorgen. Das wichtigste Zukunftsprojekt der Grenzkraftwerke ist der Energiespeicher Riedl, der Anfang 2030 seinen Betrieb aufnehmen soll. „Dieses Kraftwerk wird das Portfolio der grenzüberschreitenden Energieerzeugung weiter ausbauen und verbessern“, sagte Graupe und sprach von einem „Meilenstein für die herausragende Bedeutung der Wasserkraft in der Region“.
Bei der Auszeichnungsfeier wurden weitere international aufgestellte Unternehmen aus Oberösterreich und Südböhmen geehrt: Probig aus Vöcklamarkt ist auf Räumsysteme für die Wasser- und Abwassertechnik spezialisiert, GRENA mit Sitz in Veselí nad Lužnicí stellt unter anderem Möbelfronten sowie Platten und Formteile für den Brandschutz her. Der vierte Preisträger 2026 ist die Tourismusschule in Bad Leonfelden.