Es war ein konstruktiver Austausch, man sei respektvoll miteinander umgegangen und auf einem guten Weg – solche Formulierungen waren aus dem Kreis der Teilnehmer bei dem Wirtschaftstreffen im Kanzleramt vergangene Woche zu hören. Die Spitzen der Regierungskoalition rund um Bundeskanzler Merz trafen hier auf Vertreter von Arbeitgebern und Gewerkschaften. Die IHK-Organisation war mit DIHK-Präsident Peter Adrian vertreten.
Adrian zog nach dem Treffen ein vorsichtig optimistisches Fazit – stellte aber klar, dass diesem Austausch ein gemeinsamer, entschlossener Reformkurs folgen muss: „Wir erleben eine der wirtschaftlich schwierigsten Phasen in der Geschichte der Bundesrepublik. Seit sechs Jahren stagniert die deutsche Wirtschaft. Das ist mittlerweile auch bei der Politik angekommen. Umso wichtiger ist es jetzt, dass Taten folgen“, sagte der DIHK-Präsident.
Das gemeinsame Ziel müsse sein, Deutschland wieder zu einem starken Wirtschaftsstandort zu machen – als Grundlage für Wohlstand, Beschäftigung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Vertreter der Arbeitgeber – neben der DIHK waren das der Zentralverband des Deutschen Handwerks, BDA sowie BDI – hatten das im Vorfeld des Treffens in einer gemeinsamen Erklärung festgeschrieben. Sie forderten einen verlässlichen Fahrplan für konkrete Reformen und machten deutlich: „Die Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände sind bereit, im Rahmen eines Gesamtpakets für mehr Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung ihren Anteil an notwendigen Kompromissen zu tragen.“