Die Unternehmen leiden unter den steigenden Lohnnebenkosten, aber auch unter der
Verschiebung des Lohngefüges durch den politisch angeheizten Mindestlohn, so der BIHK. Der Gesamtbeitrag zu den Sozialversicherungen liege schon heute bei über 42 Prozent. Prognosen gehen von einem mittelfristigen Anstieg auf über 45 Prozent aus. "Die
Reformpläne der Bundesregierung werden diesen Anstieg zwar abflachen, aber nicht
stoppen. Ohne eine Stabilisierung wird die Verlagerung der Produktionskapazitäten ins
Ausland noch stärker zunehmen“, sagt Gößl.
Der BIHK fordert zusätzlich maßvolle Reformen beim Flexibilisierungsinstrument
Minijobs statt deren Begrenzung auf Schüler, außerdem das Ende von Anreizen für
Frühverrentungen, die Anpassung des Renteneintritts an die Lebenserwartung und mutigen Bürokratieabbau. „Wir brauchen grundsätzlich Vorfahrt für alle Maßnahmen, die Investitionen, Wachstum und Beschäftigung anschieben“, so Gößl weiter.