Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen bleibt hoch
Was hingegen laut den Zahlen der IHK stabil bleibt, ist die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen. Die deutliche Mehrheit der Betriebe will 2026 laut Umfrage genauso viele Ausbildungsplätze anbieten wie im Vorjahr, rund zehn Prozent wollen sogar mehr ausbilden. Für Schreiner ist das konsequent: „Gerade in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage brauchen die Unternehmen die richtigen, passenden Kräfte, um die Herausforderungen zu bewältigen. Für die niederbayerischen Betriebe sind das vor allem die Fachkräfte aus der beruflichen Bildung. Das ist der Fachkräftenachwuchs, der in der Wirtschaft benötigt wird. Ausbildung ist damit ein wesentlicher Standortfaktor. Daran halten die Betriebe fest.“ Wenn also die Zahl der Erstausbildungen zurückgeht, liege das in den allermeisten Fällen an einem Mangel an geeigneten Bewerbern, nicht an einem Mangel an Ausbildungsstellen, bekräftigt Schreiner. Eine Botschaft ist dem IHK-Hauptgeschäftsführer daher besonders wichtig: „Wir sprechen bei den Ausbildungszahlen von einem Zwischenstand. Der 1. September ist keine Deadline. Die niederbayerischen Betriebe sind weiterhin auf der Suche nach neuen Auszubildenden und ermöglichen jungen Menschen jederzeit den Start in eine Karriere mit beruflicher Aus- und Fortbildung.“
Aktuell gibt es im IHK-Bezirk Niederbayern 2.286 aktive Ausbildungsbetriebe mit insgesamt etwa 11.000 Ausbildungsverhältnissen in rund 150 Berufen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen. Trotz rückläufiger Zahlen stellen die Ausbildungsbetriebe im Bereich der IHK weiterhin rund 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse in Bayern und leisten damit den größten Anteil an der dualen Berufsausbildung im Freistaat.