Wertvolle KI-Praxis-Tipps Ihrer IHK

KI hält Einzug in den Alltag – auch im Mittelstand. Unsere neue Rubrik zeigt, wie Sie KI konkret in Ihrem Unternehmen einsetzen können. Karl Heinz Friedrich, IHK-Bereichsleiter Berufliche Bildung und Spezialist für Generative KI in Bildung, HR und Führung, unterstützt mit Praxis-Tipps.

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Künstliche Intelligenz ist längst mehr als ein Schlagwort – sie ist Realität im betrieblichen Alltag. Ob in der Kundenkommunikation, bei der Texterstellung, der Datenanalyse oder im Wissensmanagement: Immer mehr Unternehmen – auch im Mittelstand – setzen KI-Tools ein, um Routinen zu beschleunigen, Fachkräftelücken abzufedern und neue Potenziale zu heben. „Als IHK erkennen wir den gestiegenen Informations- und Qualifizierungsbedarf rund um das Thema. Mit unserer neuen Rubrik mit dem ,Prompt des Monats‘ und den ,KI-News‘ bieten wir deshalb einen Service speziell für unsere Mitgliedsunternehmen: kompakt, verständlich und praxisnah. Denn wer die Einsatzmöglichkeiten von KI kennt, kann sie gezielt für das eigene Geschäftsmodell nutzen – und bleibt wettbewerbsfähig in einem dynamischen Umfeld“, so Karl Heinz Friedrich.

Für Einsteiger: Was ist ein Prompt – und wie funktioniert er?Ein Prompt ist eine klar formulierte Anweisung an ein Sprachmodell wie ChatGPT. Je präziser die Eingabe, desto genauer und passender fällt das Ergebnis aus. Grundlage dieser Technologie sind sogenannte Large Language Models (LLMs) – generative KI-Systeme, die auf Milliarden von Trainingsdaten basieren. Generative KI erkennt sprachliche Muster und Zusammenhänge, versteht Kontexte und erzeugt daraus zum Beispiel eigenständig Texte, Analysen, Ideen, Bilder oder Videos.

Wichtig zu verstehen: KI denkt oder versteht nicht wie ein Mensch. Sie arbeitet mit statistischen Verfahren auf Basis der Daten, die sie in der Trainingsphase gesehen hat. Dabei kann es vorkommen, dass KI sogenannte „Halluzinationen“ erzeugt, also inhaltlich falsche, aber sprachlich überzeugende Aussagen. Deshalb gilt: Ergebnisse immer kritisch prüfen und gegebenenfalls durch Fachwissen absichern.

Die Rubrik besteht aus zwei Teilen:

In den KI-News liefern wir aktuelle Entwicklungen, Hinweise zu rechtlichen Rahmenbedingungen wie DSGVO und EU AI Act sowie Empfehlungen zu Tools, Studien oder Fachliteratur.

Mit dem „Prompt des Monats“ stellen wir konkrete Eingabe-Beispiele für KI-Sprachmodelle wie ChatGPT vor – sofort einsetzbar, ohne technisches Vorwissen.

Vergangene "Prompt des Monats" und "KI-News":

Prompt

Prozesse schrittweise verbessern

Ineffiziente Abläufe kosten Zeit, Geld und Nerven. Gleichzeitig fällt es im Alltag oft schwer, Prozesse systematisch zu hinterfragen. Genau hier kann KI unterstützen. Der folgende Prompt hilft dabei, bestehende Abläufe strukturiert zu analysieren, Schwachstellen zu erkennen und konkrete Verbesserungsvorschläge zu entwickeln. So wird aus einem vagen Bauchgefühl eine klare, umsetzbare Optimierung.

# Rolle:

Du bist ein Experte für Prozesse in kleinen und mittleren Unternehmen. Deine Aufgabe ist es, gemeinsam mit mir einen bestehenden Ablauf zu analysieren und konkrete Verbesserungen zu entwickeln.

# Arbeitsweise:

Beginne nicht sofort mit einer vollständigen Analyse. Stelle mir zuerst gezielte Fragen, um den Kontext und den Prozess besser zu verstehen. Arbeite danach Schritt für Schritt weiter. Gib mir immer nur den nächsten sinnvollen Schritt und warte auf meine Antwort.

# Prozess:

[Hier den zu klärenden Prozess kurz beschreiben, z. B. Angebotsprozess, Terminplanung, Onboarding neuer Mitarbeitender, Reklamationsbearbeitung]

# Führe mich durch folgende Schritte:

1. Prozess verstehen: Ziel, Beteiligte, einzelne Schritte, Input und Output je Prozessschritt etc.

2. Schwachstellen erkennen: Wartezeiten, Doppelarbeit, Fehlerquellen

3. Ursachen klären: Warum entstehen diese Probleme?

4. Verbesserungen entwickeln: einfache, umsetzbare Maßnahmen

5. Prioritäten setzen: Was bringt schnell den größten Nutzen?

6. Nächste Schritte festlegen: Was sollte konkret umgesetzt werden?

# Wichtige Regeln:

• Stelle pro Runde maximal 3 Fragen.

• Formuliere verständlich und praxisnah.

• Nutze keine Fachbegriffe, wenn einfache Sprache reicht.

• Verwende keine echten Firmendaten oder personenbezogenen Informationen.

• Wenn Informationen fehlen, frage nach, statt zu raten.

• Ziel ist ein klarer, realistischer Verbesserungsplan.

KI-News

Tipp 1: Besser fragen, bessere Antworten

Die Qualität der KI-Antwort hängt stark von der Frage und vom Kontext ab. Je klarer Ziel, Kontext und gewünschtes Ergebnis beschrieben sind, desto hilfreicher fällt die Antwort aus. Ein einfacher Trick: Ergänzen Sie Ihre Anfrage immer um den gewünschten Output, zum Beispiel „Gib mir drei konkrete Vorschläge“ oder „Erstelle eine Schritt-für-Schritt-Anleitung“. So wird aus einer allgemeinen Antwort eine direkt nutzbare Lösung.

Tipp 2: KI-Tools mit Zugriff bewusst einsetzen

Immer mehr KI-Anbieter integrieren sogenannte agentische Funktionen. Diese können Aufgaben selbstständig ausführen oder direkt auf Anwendungen und Dateien zugreifen, etwa für Programmierung, Datenanalyse oder Automatisierung. Das eröffnet neue Möglichkeiten, bringt aber auch zusätzliche Verantwortung mit sich. Unternehmen sollten bei der Nutzung solcher Funktionen besonders auf Datenschutz, Datensicherheit und interne Compliance-Vorgaben achten. Praxis-Tipp: Prüfen Sie vor dem Einsatz, auf welche Daten das Tool zugreifen darf, welche Informationen verarbeitet werden und ob klare Nutzungsregeln im Unternehmen definiert sind.

Prompt

Der digitale Experten-Beirat

Viele unternehmerische Entscheidungen scheitern nicht an fehlenden Ideen, sondern an fehlendem Perspektivwechsel. Im Tagesgeschäft werden Vorhaben oft zu schnell aus nur einer Logik heraus bewertet, etwa aus der Kosten-, Vertriebs- oder Personalperspektive. Genau dadurch entstehen blinde Flecken. Dieser Prompt simuliert ein kompaktes Experten-Gremium und zwingt die KI dazu, ein Vorhaben nacheinander aus drei entscheidenden Blickwinkeln zu prüfen. Das Ergebnis ist keine bequeme Bestätigung, sondern eine fundierte Grundlage für bessere Entscheidungen.

# Rolle:

Du agierst als dreiköpfiges Strategie-Gremium mit drei klar getrennten Perspektiven:

1. ein skeptischer CFO mit Fokus auf Wirtschaftlichkeit, Risiken und Umsetzbarkeit

2. ein markt- und kundenzentrierter CMO mit Fokus auf Positionierung, Kundennutzen und Wettbewerb

3. ein erfahrener CHRO beziehungsweise Personalentwickler mit Fokus auf Akzeptanz, Belastung und Unternehmenskultur

# Aufgabe:

Analysiere das folgende Vorhaben nacheinander aus allen drei Perspektiven. Benenne je Rolle die wichtigsten Chancen, Risiken, blinden Flecken und offenen Fragen. Sei konkret, kritisch und entscheidungsorientiert.

# Kontext:

• Vorhaben: [z. B. Einführung einer 4-Tage-Woche / Investition in eine neue Produktionsstraße / Umstellung auf rein digitalen Vertrieb]

• Ziel des Vorhabens: [z. B. Kosten senken / Fachkräfte gewinnen / Wachstum beschleunigen]

• Rahmenbedingungen: [z. B. Unternehmensgröße, Branche, aktueller Engpass, Budgetrahmen, Zeitdruck]

# Anforderungen:

1. Prüfe das Vorhaben hart in der Sache und suche aktiv nach Schwachstellen.

2. Arbeite konkret. Keine allgemeinen Floskeln, sondern spezifische Risiken, Chancen und Zielkonflikte.

3. Jede Rolle soll eigenständig argumentieren und andere Prioritäten setzen.

4. Wenn Informationen fehlen, nenne die kritischen Annahmen ausdrücklich.

5. Bewerte am Ende, ob das Vorhaben aktuell eher freigegeben, überarbeitet oder gestoppt werden sollte und begründe den Vorschlag.

# Prüfkriterien je Rolle:

CFO: ROI, versteckte Kosten, Liquiditätswirkung, operative Risiken, rechtliche Risiken, Umsetzungsaufwand

CMO: Kundennutzen, Marktwirkung, Differenzierung zum Wettbewerb, Einfluss auf Marke und Vertrieb

CHRO/Personalentwickler: Akzeptanz in der Belegschaft, Veränderungsbereitschaft, Führungsaufwand, Kulturfolgen, Arbeitgeberattraktivität

Struktur der Antwort:

1. Analyse des CFO

2. Analyse des CMO

3. Analyse des CHRO / Personalentwicklers

4. Gemeinsame Gesamteinschätzung

5. Klare Empfehlung für den nächsten Schritt

6. Drei kritische Fragen, die vor einer Entscheidung intern geklärt werden müssen

KI-News

Skills machen KI-Systeme nützlicher, aber auch risikoreicher

2026 bringen immer mehr KI-Anbieter sogenannte Skills auf den Markt. Dahinter stecken wiederverwendbare Bausteine, mit denen sich Aufgaben standardisieren und Prozesse gezielt automatisieren lassen. Der offene Agent-Skills-Standard wurde ursprünglich von Anthropic veröffentlicht und wird inzwischen auch von anderen Plattformen aufgegriffen. Für Unternehmen ist das interessant, weil sich damit bewährte Prozesse schneller und konsistenter abbilden lassen.

Doch Vorsicht: Öffentliche Agent-Skill-Bibliotheken bergen Risiken wie Datenabfluss oder Manipulation. Erstellen Sie daher Skills nach Möglichkeit selbst oder nutzen Sie solche Bausteine nur aus vertrauenswürdigen Quellen und prüfen Sie diese sorgfältig vor dem Einsatz.

Weitere Informationen zu Skills

Prompt: Das „Zukunfts-Mikroskop“

Strategische Planung scheitert oft an der „Betriebsblindheit“: Wir denken die Zukunft meist nur als eine leicht optimierte, fortgeschriebene Version der Gegenwart. Dieser Prompt nutzt die Fähigkeit von KIs, „out of the box“ zu denken, um abstrakte Trends in greifbare Szenarien zu übersetzen. Er liefert Ihnen keine fertige Strategie, aber eine messerscharfe Diskussionsgrundlage für Management-Meetings, die weit über das übliche „Wir müssen digitaler werden“ hinausgeht.

# Rolle:

Du bist ein erfahrener Strategieberater mit Expertise in Foresight-Methodik und Branchenanalysen.

# Aufgabe:

Erstelle ein narratives Zukunftsszenario („Ein Tag im Jahr 2028“), das als Diskussionsgrundlage für die Geschäftsleitung dient.

# Kontext:

• Branche/Thema: [z. B. Fachkräftemangel / KI-Einsatz in der Logistik]

• Zielsetzung: Wie sieht ein realistischer Best-Case aus, wenn wir heutige Herausforderungen proaktiv lösen?

# Anforderungen (Leitplanken):

1. Konkrete Szene: Beschreibe eine Momentaufnahme (z. B. ein Kundengespräch oder einen Produktionsablauf) – zeige die Veränderung, statt sie nur zu behaupten.

2. Präzision statt Buzzwords: Nutze eine sachliche, beobachtende Tonalität. Vermeide vage Begriffe wie „Synergie“ oder „ganzheitlich“. Werde fachspezifisch.

3. Realismus-Check: Nenne eine spezifische organisatorische oder technologische Hürde von heute, die in diesem Szenario erfolgreich überwunden wurde.

4. Transfer: Schließe mit zwei kritischen Fragen ab, die sich das Unternehmen heute stellen muss, um dieses Ziel zu erreichen.

# Struktur der Antwort:

Die Situation → Rolle von Mensch & Technik → Die überwundene Hürde → Zwei strategische Diskussionsfragen.

KI-News

Vom Chatbot zum „digitalen Kollegen“

Die Zeit der reinen Frage-Antwort-Kommunikation geht zu Ende. 2026 markiert den Durchbruch der Agentic AI–KI-Systeme, die nicht nur Texte oder Bilder etc. entwerfen, sondern Aufgaben je nach Berechtigung mehr oder weniger autonom ausführen können.

• Autonome Agenten: Neue KI-Modelle entwickeln sich zunehmend zu digitalen Assistenten, die eigenständig einfache Software-Aufgaben übernehmen. Ziel ist es, Workflows (z. B. im Support oder Einkauf) effizienter zu gestalten, indem Teilschritte automatisiert werden – oft ohne dass jeder Klick manuell bestätigt werden muss.

• Vernetzung per Standard: Dank des Model Context Protocol (MCP) lassen sich KI-Tools jetzt deutlich einfacher und sicherer mit Ihren echten Unternehmensdaten koppeln. Die KI „weiß“ also endlich, was in Ihren Systemen steht.

• Logik-Profis: Sogenannte Reasoning-Modelle (wie GPT-5.4 oder Gemini Pro 3.1) setzen neue Maßstäbe in Logik und Mathematik – ein Gamechanger für Forschung, Entwicklung und komplexe Planung.

Mein Tipp:

Achten Sie bei neuen Software-Investitionen darauf, ob diese bereits „Agenten-fähig“ sind. Die Frage lautet bald nicht mehr: „Was kann die KI schreiben?“, sondern: „Welchen Prozess kann sie für mich erledigen?“

Prompt zur Deeskalation bei Kundenbeschwerden

Erfolgreicher Kundenservice erfordert heute mehr denn je die Fähigkeit, Konflikte frühzeitig zu erkennen und professionell zu deeskalieren. Gerade in emotional aufgeladenen Situationen sind klare Kommunikation, Empathie und souveränes Handeln entscheidend für die Servicequalität und die Motivation des Teams. KI kann gezielt unterstützen, indem sie Muster in Kundenanfragen erkennt, Eskalationsrisiken vorhersagt und Mitarbeiter mit konkreten Handlungsempfehlungen entlastet. So wird Deeskalation strategisch und datenbasiert gesteuert.

# Rolle:

Du bist ein erfahrener Experte im Kundenservice mit Schwerpunkt auf Deeskalation von Kundenbeschwerden.

# Aufgabe:

Ziel ist es, eine stark emotionalisierte Kundenbeschwerde professionell und empathisch zu beantworten.

# Kontext:

– Ausgangssituation:
[z. B. Kunde fühlt sich nicht ernst genommen / hat wiederholt reklamiert]

– Kernproblem:
[z. B. Lieferverzögerung oder widersprüchliche Aussagen]

# Anforderungen (Leitplanken):

1. Empathie vor Sachlichkeit: Signalisiere dem Kunden zuerst, dass sein Ärger gehört wird (aktives Zuhören).

2. Keine Erfindungen: Beziehe dich nur auf Fakten aus der Ausgangssituation. Wenn Infos fehlen, nutze Platzhalter wie [DATUM].

3. Lösungsorientierung: Präsentiere einen transparenten nächsten Schritt, ohne jedoch vorschnelle rechtliche Zugeständnisse zu machen.

4. Tonalität: Respektvoll, souverän, nicht defensiv und klar verständlich.

# Struktur der Antwort:

Bedauern ausdrücken → Verständnis zeigen → Lösungsweg aufzeigen → Verbindlicher Abschluss

KI-News

Lesetipp: Rechtssicherheit im KI-Zeitalter

Sollten KMU sich mit KI-Recht befassen? Definitiv!

Während LLMs (Large Language Models) komplexe Aufgaben in Marketing, Vertrieb oder Verwaltung übernehmen, entstehen Fragen: Wem gehört der KI-generierte Text? Haftet mein Betrieb für KI-Fehler?

Eines von zahlreichen einsteigerfreundlichen und praxisorientierten Büchern ist „KI und Recht“ (2025) von den Autorinnen Kristina Schreiber und Marlene Schreiber

ISBN 3527723412

Praktischer Tipp:

Kostenfreie BIHK-Webinarreihe

„Künstliche Intelligenz verstehen und nutzen“

Staffel 3 ab 12.3.2026

Prompt des Monats

Prompt zur Unterstützung von erfolgreicher Kommunikation

Ob neue Software, neue Abläufe oder neue Strategien: Viele Vorhaben scheitern nicht an der Idee, sondern an der Kommunikation. Wer schwierige Themen erfolgreich vermitteln will, braucht eine gute Struktur und klare Argumente. Genau hier setzt der Januar-Prompt an. Mit ihm verwandeln Sie jedes KI-Modell in einen Kommunikationscoach, der Ihnen hilft, komplexe Inhalte verständlich aufzubereiten, auf typische Einwände einzugehen und eine überzeugende Botschaft zu formulieren.

# Rolle:

Du bist Experte für die Kommunikation eines komplexen oder erklärungsbedürftigen Themas. Deine Aufgabe ist es, eine überzeugende, verständliche und vertrauensbildende Argumentationsstruktur zu entwickeln.

# Thema:

[z. B. Einführung neuer Software, organisatorische Änderung, Nachhaltigkeitsmaßnahme]

# Zielgruppe:

[z. B. Belegschaft, Kundinnen und Kunden, Öffentlichkeit]

# Kommunikationsstil

Wähle einen Tonfall, der zur Zielgruppe passt, klar, ruhig, respektvoll und motivierend.

# Aufgabe:

Entwickle eine nachvollziehbare Argumentationsstruktur mit folgenden Elementen.

1. Einstieg
– Verständliche Darstellung des Problems oder Bedürfnisses, das die Veränderung notwendig macht. Der Einstieg soll die Perspektive der Zielgruppe aufgreifen und den Nutzen einer Veränderung sichtbar machen.

2. Drei zentrale Hauptargumente
– Klar, logisch und glaubwürdig formuliert.

3. Mögliche Einwände
– Zwei bis drei realistische, alltagsnahe Bedenken der Zielgruppe.

4. Entkräftung der Einwände
– Einfach, ruhig, vertrauensbildend.

5. Abschließender Appell
– Positive, klare Einladung zum Mitgehen oder Unterstützen.

# Bedingungen:

z. B. Keine Zahlen, keine Fachbegriffe, keine komplizierten Details.

Die Argumentation soll verständlich, sauber aufgebaut und glaubwürdig sein.

KI-News

Das richtige Modell für die richtige Aufgabe

Viele moderne KI-Dienste bieten inzwischen zwei verschiedene Modelltypen an:

Instant-Modelle sind auf schnelle Antworten ausgelegt. Sie reagieren zügig, sind gut für kurze Recherchefragen oder einfache Aufgaben und eignen
sich überall dort, wo Geschwindigkeit wichtiger ist als
Tiefe.

Reasoning-Modelle nehmen sich bewusst mehr Zeit für die Antwort. Sie analysieren das Thema gründlicher, prüfen Zusammenhänge und entwerfen nachvollziehbare Lösungswege. Für komplexe Aufgaben – etwa Entscheidungen vorbereiten, Argumentationen entwickeln oder Prozesse überdenken – liefern sie oft deutlich bessere Ergebnisse.

Praktischer Tipp:

Für schnelle, unkomplizierte Fragen das Instant-Modell nutzen. Für anspruchsvolle
Themen lieber ein Reasoning-Modell auswählen. So holen Sie mehr aus Ihrem KI-Werkzeug heraus und sparen gleichzeitig Zeit.

Prompt des Monats

Rolle:
Du bist ein strukturierter, dialogorientierter Entscheidungs-Assistent für Führungskräfte. Deine Aufgabe ist es, gemeinsam mit mir Schritt für Schritt eine fundierte Entscheidungsvorbereitung zu erarbeiten.

Arbeitsweise:
– Beginne niemals sofort mit einer Analyse oder Empfehlung.
– Starte immer mit einer kurzen Zusammenfassung des Themas und stelle dann gezielte Rückfragen, um Ziele, Rahmenbedingungen und Erwartungen zu klären.
– Führe mich in klaren, logisch aufeinander aufbauenden Schritten durch den Entscheidungsvorbereitungsprozess.
– Gib mir immer nur den nächsten Schritt, nicht die komplette Lösung auf einmal.
– Falls wichtige Informationen fehlen, stelle Rückfragen, bevor du weitergehst.
– Arbeite transparent: Mach Annahmen sichtbar und halte Zwischenergebnisse fest.

Thema der Entscheidung:
[Hier Thema eintragen, z. B. „Auswahl eines Tools für Fortbildungsplanung“. Bitte auch ausreichend Kontext (für die Entscheidung relevante Hintergrundinformationen) mitgeben]

Ziel:
Eine gemeinsam erarbeitete, nachvollziehbare und solide Entscheidungsgrundlage.

Struktur des Prozesses:
Der Entscheidungsprozess erfolgt iterativ und umfasst typischerweise folgende Schritte (die du aktiv einleitest, sobald jeweils der vorherige abgeschlossen ist):

  1. Klärung (Ziele, Kriterien, Rahmen, was wirklich wichtig ist.)
  2. Optionen (Welche Möglichkeiten, Alternativen gibt es und welche Infos fehlen noch?)
  3. Bewertung & Empfehlung (Vergleich, Risiken, Entscheidungsvorschlag, offene Fragen.)

Wichtige Bedingungen:
– Keine realen Firmendaten verwenden; nutze bei Bedarf Platzhalter.
– Keine voreiligen Annahmen treffen.
– Neutral, sachlich, lösungsorientiert arbeiten.
– Wenn ich zögere oder unklar bin, hilf mir mit hilfreichen Rückfragen.
– Und vor allem: Arbeite dialogbasiert – wir entwickeln die Vorbereitung der Entscheidung gemeinsam.

Sprache: Deutsch.

KI-Tipp

Google hat unter google.com/ai einen neuen KI-Modus vorgestellt (nicht zu verwechseln mit den AI Overviews). Dieser Modus bietet eine dialogorientierte, KI-gestützte Suchfunktion: Nutzer bekommen eine von der KI generierte Antwort sowie passende weiterführende Fragen und Weblinks, um im Dialog mit der KI noch tiefer ins jeweilige Thema eintauchen zu können.

Promt des Monats

# Rolle:
Du bist ein interner Innovationsanalyst in einem kleinen oder mittleren Unternehmen.

# Mission:
Ziel ist es, drei konkrete Innovationsfelder für die kommenden 12 Monate zu identifizieren, die auf realen Chancen innerhalb der eigenen Branche basieren.

# Einstieg – Fragen zur Kontextklärung:
Bitte stelle dem Nutzer folgende Fragen, bevor du mit der Analyse beginnst:
1. In welcher Branche ist das Unternehmen tätig? (z. B. Tourismus, Handel, Bildung, Logistik …)
2. Bedient das Unternehmen eher B2B oder B2C? Oder beides?
3. Gibt es technologische oder gesellschaftliche Entwicklungen, die das Unternehmen aktuell stark beschäftigen?
4. Welche typischen Herausforderungen beobachtet ihr intern(z. B. Ressourcenengpässe, Fachkräftemangel, Prozessineffizienzen)?

Bitte fasse die Antworten prägnant zusammen und leite daraus den relevanten Branchenkontext ab.

# Analysefokus:
Analysiere basierend auf dem gegebenen Kontext:
- Aktuelle und aufkommende Branchentrends
- Typische, wiederkehrende Kundenbedürfnisse
- Relevante interne Engpässe oder Pain Points

# Ausgabeformat:
1. Innovationsfeld (prägnanter Titel)
- Begründung: Warum ist dieses Feld relevant / vielversprechend?
- Bezug zur Branche: Welcher Trend, Bedarf oder Engpass macht dieses Feld sichtbar?

# Constraints:
- Keine personenbezogenen Daten oder unternehmensspezifischen Interna
- Nur öffentlich beobachtbare Branchenmuster und allgemein bekannte Pain Points
- Fokus auf realistisch umsetzbare Chancen für ein KMU

# Optional:
Falls hilfreich, gib eine kurze Einschätzung zur nötigen Ressourcenschätzung oder Machbarkeit je Feld.

KI-Tipp

„Nano Banana“ (Gemini 2.5 Flash Image)

Die brandaktuelle Bild-KI von Google mit dem Codenamen „Nano Banana“ ist über Google Gemini verfügbar und erfreut sich aufgrund folgender Aspekte größer Beliebtheit:

Hohe Konsistenz: Die KI behält Gesichter und Objekte beim Bearbeiten oder in neuen Szenen absolut detailgetreu bei.

Intuitive Bearbeitung: Fotos lassen sich per Text oder einfach per Spracheingabe bearbeiten (z.B. "ersetze den Hintergrund"), ohne kompli-zierte Software.

Mühelose Kreationen: Sie können mehrere Bilder nahtlos verschmelzen oder Stile übertragen, um schnell beeindruckende, neue Kompositionen zu schaffen.

https://gemini.google.com

Prompt des Monats

„Rolle: Übernimm die Rolle eines kritischen Red-Teamers.

Aufgabe: Analysiere den folgenden Text/das Konzept und identifiziere:
1. Widersprüche, unklare Argumente oder Annahmen, die nicht belegt sind.
2. Potenzielle Schwachstellen oder Risiken.
3. Mögliche Gegenargumente oder alternative Perspektiven.
4. Aspekte, die ich wahrscheinlich übersehen habe

Rahmenbedingungen:
• Sei präzise, kritisch und logisch.
• Stelle gezielte Fragen, die zum Nachdenken anregen.
• Liefere konkrete Verbesserungsvorschläge.

Input: [Hier Text oder Konzept einfügen / oder alternativ Datei hochladen]“

KI-Tipp

Perplexity AI

Perplexity ist eine konversationsbasierte KI-Suchmaschine, die genaue, vertrauenswürdige und in Echtzeit beantwortete Fragen liefert.

OpenAI

OpenAI hat die neue Funktion „Studieren und Lernen“ eingeführt. Mit ChatGPT kann man nun noch besser beim Lernen unterstützt werden – ideal für Auszubildende und Teilnehmer von Weiterbildungen

Prompt des Monats

„Du bist ein professioneller Texter mit Gespür für Sprache und Zielgruppen.
Formuliere denselben Fachtext in drei Sprachstufen:
1. Experten - fachlich präzise, technisch, kompakt
2. Mitarbeiter – allgemein verständlich, strukturiert, sachlich
3. Kunden / Öffentlichkeit – einfach, bildhaft, ohne Fachbegriffe
Ausgangstext: [Hier deinen Text einsetzen, z. B.: „Die neue Datenschutzrichtlinie XYZ tritt zum 01.09. in Kraft und betrifft alle digitalen Kommunikationskanäle.“]Jede Version max. 100 Wörter, mit klarer Überschrift („Experten“, „Mitarbeiter“, „Kunden“). Inhalt gleich – Sprache zielgruppengerecht angepasst.“

KI-News

EU AI Act macht KI-Kompetenz verpflichtend

Seit dem 1. August 2024 gilt der EU AI Act verbindlich. Er enthält Vorgaben zu Transparenz, Risiko und Datenschutz – aber auch zur Pflicht für KI-Kompetenz im Unternehmen.

Seit dem 2. Februar 2025 müssen Mitarbeiter:
• die Funktionsweise, Grenzen und Risiken von KI verstehen,
• Ergebnisse kritisch bewerten und
• Datenschutzvorgaben einhalten können.

Arbeitgeber sind in der Verantwortung – es gilt die betriebliche Sorgfaltspflicht.

Was Unternehmen jetzt tun sollten:
1. Überblick verschaffen: Wer nutzt bereits KI im Unternehmen – und wie sicher?
2. Regelungen: Gibt es eine interne KI-Richtlinie?
3. Schulungen planen – das sichert Rechtssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit.

Mehr zur KI-Kompetenz im EU AI Act

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