Vom Einsteiger-Gerät über Server für große Industrieumgebungen bis hin zu kundenspezifischen Entwicklungen: Die Thomas-Krenn.AG entwirft und produziert ihre gesamte Hardware in Freyung im Bayerischen Wald. Trotz einer früheren Erweiterung war der Platz beim 2002 gegründeten Unternehmen nach Jahren des Wachstums knapp geworden – auch deswegen hatte sich die Unternehmensleitung Anfang der 2020er-Jahre dazu entschieden, in den Ausbau des Hauptsitzes zu investieren. Zudem lassen sich die Produkte dadurch nun innerhalb von 24 Stunden bauen und europaweit ausliefern.
40 Millionen Euro sind so während der vergangenen zweieinhalb Jahre in den Erweiterungsbau geflossen, den Vorstand Christoph Maier mit seinen Gremiumskollegen sowie einem Vertreter des Aufsichtsrats im feierlichen Rahmen seiner Bestimmung übergeben hat. Rund 130 Besucher – darunter IHK-Vizepräsident Jürgen Greipl, Technologie- und Vertriebspartner sowie Kunden und Vertreter der Politik – applaudierten beim Durchschneiden des symbolischen roten Bandes zur offiziellen Eröffnung des Erweiterungsbaus. Dessen Dimensionen: rund 4.000 Quadratmeter zusätzliche Fläche für Produktion und Lager sowie rund 2.400 Quadratmeter für weitere Mitarbeiterbüros.
Hinzu kommen etliche Quadratmeter für Technik- und Versorgungsbereiche, so dass das gesamte überbaute Areal auf nun deutlich über 11.000 Quadratmeter anwächst – etwas mehr als eine Verdoppelung zur Zeit vor der Erweiterung. Im wahrsten Sinn herausragend ist dabei der „Tower“, der auf dem erneuerten Eingangsbereich aufsetzt und Konferenz- bzw. Veranstaltungsräume beherbergt. Umrahmt wird der Komplex durch einen Gehweg, dessen Form sich an einer Platine anlehnt – ein Raum für Pausen und kreative Spaziergänge.
Homeoffice prägt Arbeitsflächen
Abgesehen von der Produktion ist das Thema Homeoffice auch bei Thomas-Krenn präsent. Das gilt vor allem für die neuen Büroräume, die entsprechend flexibel ausgelegt auch für Besprechungen oder als Räume, die Arbeiten in ruhiger Umgebung ermöglichen, dienen können. Die neuen Flächen stärken die Möglichkeiten zum fachlichen Austausch und konzentrierten Arbeiten. Dies sei ein wichtiger Faktor insbesondere für unsere Entwicklung, erklärt Christoph Maier stellvertretend für den gesamten Vorstand.
Maier ergänzt: „Wir brauchen diese Fähigkeiten aber auch, um etwa bei den Sonderlösungen – wir nennen das Custom Hardware – weiter zu wachsen, was unser erklärtes Ziel ist. So können wir mit unserem Portfolio individuelle Anforderungen unserer Kunden erfüllen, etwa bei künstlicher Intelligenz oder maschinennaher Industrieproduktion. Ein weiterer wichtiger Punkt beim Erweiterungsbau: Dessen Lagerflächen helfen uns bei der Sicherstellung unserer Lieferfähigkeit. Das ist gerade besonders wichtig, wie sich an der aktuellen Branchen-Chipkrise ablesen lässt.“
Mit dem signifikanten Investment setzt der Server- und Speicheranbieter auch ein Zeichen für die lokale Wirtschaft. Das sei nach den vergangenen Jahren, die geprägt von globalen wirtschaftlichen und geopolitischen Krisen unruhig verlaufen waren, keine Selbstverständlichkeit, bestätigt Sebastian Gruber. Der Landrat des Landkreises Freyung-Grafenau sagte weiter: „Für unsere Region, aber auch darüber hinaus ist das langfristige Engagement der Thomas-Krenn.AG ein wichtiges Signal. Hightech und Produktion sind in Deutschland erfolgreich möglich – gerade, wenn Unternehmen vor Ort investieren und Wertschöpfung sichern. Wir arbeiten dafür weiter an attraktiven Rahmenbedingungen und möchten im Zuge digitaler Souveränität auch die lokale Nachfrage fördern.“