Bayern und Österreich sind durch vielfältige Wirtschaftsbeziehungen eng miteinander verbunden. Allein das gemeinsame Außenhandelsvolumen beträgt über 36 Milliarden Euro pro Jahr, wobei sich die Werte der jeweiligen Ein- und Ausfuhren nahezu ausgleichen. Für die unmittelbaren Nachbarregionen Niederbayern und Oberösterreich sind der Austausch und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit besonders wichtig. Um das zu fördern und auszubauen, sind die Unternehmer in den Außenwirtschaftsgremien von IHK Niederbayern und Wirtschaftskammer Oberösterreich (WKO) nun erstmals zu einer gemeinsamen Sitzung zusammengekommen. Bei den Gesprächen in Passau wurde deutlich: Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist ein funktionierender europäischer Binnenmarkt ein Erfolgsfaktor für die Außenwirtschaft. „Europa ist unser Fundament. Und dafür wollen wir auch eintreten. Deswegen muss der europäische Markt einfacher, digitaler und wettbewerbsfähiger werden. Barrieren abbauen und Chancen nutzen – das ist dafür das Motto“, sagte bei der Sitzung Dr. Max Frank, der Vorsitzende des Fachausschusses Außenwirtschaft der IHK. Sein Pendant Andreas Neuhauser, Obmann des Landesgremiums Oberösterreich des Außenhandels der WKO, betonte ebenfalls die Bedeutung eines wettbewerbsfähigen Europas: „Unsere Unternehmen brauchen keine zusätzlichen Hürden, sondern bessere Rahmenbedingungen. Weniger Bürokratie und ein funktionierender Binnenmarkt sind entscheidend, damit unsere Betriebe auch künftig im internationalen Wettbewerb bestehen können.“