23 neue Industriemeister der Fachrichtung Glas haben in der Glasfachschule Zwiesel ihre Zeugnisse und Meisterbriefe erhalten. Diese besondere berufliche Fortbildung wird bundesweit nur von der IHK Niederbayern angeboten und ist damit eine „Zwieseler Spezialität“. Das hob auch Florian Bielmeier hervor, der als stellvertretender Vorsitzender des IHK-Gremiums Regen die Veranstaltung leitete. „In der Fortbildung zum Industriemeister Glas verbinden sich moderne Methoden und Techniken mit der langen und reichen Tradition der Glasherstellung im Bayerischen Wald“, sagte Bielmeier. Er verdeutlichte die hohen Anforderungen, denen sich die Teilnehmer bei der Abschlussprüfung stellen mussten. „Schließlich ist der Industriemeister Glas ein anerkannter Abschluss auf Bachelor-Niveau, der Ihnen höchste Kompetenz bescheinigt, Sie voranbringen soll und Ihnen neue Möglichkeiten auf dem weiteren Karriereweg eröffnet“, bekräftigte Bielmeier an die Absolventen gewandt.
Vor der Prüfung stand ein mehrmonatiger Lehrgang an der Glasfachschule, durchgeführt von der IHK-Akademie Niederbayern in Verbindung mit dem Arbeitgeberverband der Deutschen Glasindustrie sowie der Fachschule. Vermittelt wurden den angehenden Industriemeistern dabei nicht nur technisches Wissen und Fertigkeiten für die Glasproduktion, sondern ebenso Themen wie Kostenrechnung, Mitarbeiterführung oder Recht. Bielmeier appellierte an die Absolventen, das erarbeitete Potenzial aus der Fortbildung nun auch zu nutzen: „Wenden Sie Ihr neues Wissen und Können an, geben Sie es an andere weiter und arbeiten Sie an Ihrem eigenen beruflichen Erfolg.“ Einen Dank richtete der IHK-Vertreter an alle, die zum Erfolg der Meister beigetragen haben: die Dozenten im Lehrgang, die Unternehmen der Teilnehmer, die ehrenamtlichen Prüfer sowie die Partner, Familien und Freunde der Absolventen.
Lehrgänge und Abschlussprüfungen zum Industriemeister Glas finden bereits seit dem Jahr 1975 an der Glasfachschule statt. Die Teilnehmer nehmen dafür zum Teil weite Wege in Kauf. Der Teilnehmer mit der weitesten Anreise kam heuer aus der Gemeinde Bark in Schleswig-Holstein – 830 Kilometer von der Glasfachschule entfernt.