Beschäftigungspläne sind seit drei Jahren im Minus
IHK-Hauptgeschäftsführer Alexander Schreiner verdeutlichte die besorgniserregende Entwicklung: Die Beschäftigungsplanung der Unternehmen liegt laut der jüngsten IHK-Konjunkturumfrage seit drei Jahren deutlich im Minus – der längste Zeitraum seit Beginn der Erhebung im Jahr 2004. Dass die Arbeitslosenquoten weiter niedrig sind, täuscht über die Realität hinweg“, warnte der Hauptgeschäftsführer. Der bayerische Arbeitsmarkt wirke robuster, als er tatsächlich ist. Eine Welle von Renteneintritten verdecke einen tiefgreifenden Beschäftigungsabbau. Frei gewordene Stellen würden nicht mehr nachbesetzt.
Deutschland weise im internationalen Vergleich insgesamt sehr hohe Arbeitskosten auf. Problematisch sind neben den hohen Bruttolöhnen die erheblichen Lohnnebenkosten, die ungebremst weiter steigen, so Professor Buske. Gleichzeitig verteilen sich in Deutschland die hohen Arbeitskosten auf eine im internationalen Vergleich geringere Zahl geleisteter Arbeitsstunden. Diese Entwicklung hat weitreichende Folgen, erklärte Buske. Investitionsentscheidungen werden zunehmend zugunsten kostengünstigerer Standorte getroffen. Dies gefährde langfristig Wertschöpfung, Innovation und qualifizierte Arbeitsplätze gerade auch im industriell geprägten Niederbayern.